ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:46 Uhr

1,5 Millionen Euro
Thüringen legt Hilfsfonds für NSU-Opfer auf

Erfurt. Wenige Tage vor dem Urteil im Münchner NSU-Prozess hat Thüringen einen mit 1,5 Millionen Euro dotierten Hilfsfonds für die Opfer der rechten Terrorzelle aufgelegt.


Die Familien der zehn Mordopfer sollen aus dem Fonds pauschal einen Betrag von jeweils 100 000 Euro erhalten, sagte Thüringens Justizminister Dieter Lauinger (Grüne) am Dienstag in Erfurt. Die restlichen Gelder seien für die Menschen bestimmt, die durch die Rechtsterroristen verletzt wurden. Auch bei Härtefällen könnte der Fonds einspringen. «Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung», sagte Lauinger. Die Haupttäter des NSU stammen aus Thüringen.

Am 11. Juli will das Oberlandesgericht München das Urteil gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte fällen.

(dpa)