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Spezialkräfte stürmen Hells-Angels-Heim

Wie im Actionfilm – bewaffnete Spezialkräfte stürmten mithilfe dieses gepanzerten Spezialfahrzeugs das durch ein Eisentor gesicherte Vereinsheim der Hells Angels im Kölner Stadtteil Ostheim.
Wie im Actionfilm – bewaffnete Spezialkräfte stürmten mithilfe dieses gepanzerten Spezialfahrzeugs das durch ein Eisentor gesicherte Vereinsheim der Hells Angels im Kölner Stadtteil Ostheim. FOTO: dpa
Köln. Bei einer Razzia im Vereinsheim der Hells Angels hat die Kölner Polizei eine Kiste voller Munition, eine scharfe Schusswaffe und eine Machete beschlagnahmt. Zwölf Mitglieder seien kurze Zeit festgehalten worden. Florian Pütz und Katja Heins

Auf acht von ihnen komme ein Strafverfahren zu, teilte eine Polizeisprecherin am Donnerstag mit.

Schwer bewaffnete Kräfte der Polizei hatten am Mittwochabend gegen 21 Uhr mithilfe eines mehrere Meter hohen, gepanzerten Spezialfahrzeugs das Eisentor des Vereinsheims durchbrochen und das Gelände gestürmt.

Ziel der Razzia war es, Beweismittel zu finden, nachdem nach Angaben der Fahnder vor knapp zwei Wochen rund 40 Hells Angels in der Kölner Innenstadt die Geburtstagsfeier des Anführers der rivalisierenden Bandidos aufmischen wollten. Dabei hätten sie versucht, einen Kontrollpunkt der Polizei zu durchbrechen, seien jedoch von den Einsatzkräften aufgehalten worden. Nach dem Vorfall wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet.

Acht der festgehaltenen Rocker seien an dem Angriff auf die Feier der Bandidos beteiligt gewesen, teilte die Polizei mit. Sie seien wieder auf freiem Fuß. Neben den Waffen seien Speichermedien gesichert worden, die noch ausgewertet werden müssten. Auch Anabolika seien gefunden worden. Rund 100 Beamte waren bei der Durchsuchung bis spät in die Nacht im Einsatz.

Deutschlandweit liefern sich die rivalisierenden Gruppen der Hells Angels und der Bandidos immer wieder teils tödliche Auseinandersetzungen.