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| 02:32 Uhr

Sperma des toten Mannes verweigert

München. Eine 35 Jahre alte Witwe darf sich nicht mit dem Sperma ihres verstorbenen Mannes befruchten lassen. Das hat das Oberlandesgericht München am Mittwoch entschieden. dpa/pb

Die Frau hatte auf die Herausgabe eines Spermas geklagt. Ihr Mann war im Juli 2015 nach einer Herztransplantation gestorben, das Paar hatte sich vergeblich Kinder gewünscht. Weil es nicht klappt, setzt es auf künstliche Befruchtung. Auch nach dem Tod des Mannes hegte die Witwe den Wunsch nach einem gemeinsamen Kind. Die Klinik verweigert die Herausgabe allerdings unter Berufung auf das Embryonenschutzgesetz - was die Klägerin für verfassungswidrig hält. Die Revision wurde allerdings zugelassen. Der Klägerin bleibt nun noch der Gang zum Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.