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Spaß auf der Bühne mit "Ice Cream"

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Zur Person. Das erste Mal spielte Chris Barber "Ice Cream" nur zum Spaß ein. "Es war in den 50ern in einem Unigebäude in Kopenhagen", erinnert er sich, "wir hatten ein einziges Mikrofon und ein Tonbandgerät, wie man es zu Hause hat. dpa/sm

" Den Text auf die Melodie aus den 20er-Jahren hätten sie sich einfach ausgedacht.

Mehr als 60 Jahre später singen die Fans des britischen Jazz-Veteranen immer noch begeistert "Ice Cream, you scream. . .", wenn seine Band die fröhliche Melodie spielt. Konzerte gibt er viele - etwa 100 im Jahr sind es noch. Am heutigen Freitag wird er 85 Jahre alt.

Donald Christopher Barber, wie er mit vollem Namen heißt, denkt gar nicht dran, seine Posaune aus Altersgründen wegzulegen. "Ich habe starke Lungen, ich werde nie krank, und außerdem kann ich ja sonst nichts", scherzt er. Mit 83 habe er im Winter seine erste Grippe durchgestanden, und auch das habe nur ein paar Tage gedauert.

Die Liebe zum Jazz entdeckte der Brite, der 1930 in einer Kleinstadt nördlich von London zur Welt kam, als Teenager. An der Londoner Guildhall School of Music studierte er Posaune und Bass. Ein Jura-Studium brach er ab. "Nachdem ich rausgefunden habe, dass ich spielen konnte, wollte ich nie wieder etwas anderes machen", sagt er rückblickend. 1949 gründete er seine erste Band.

Der Erfolg kam 1954, als er die Jazz and Blues Band übernahm und Hits wie "Ice Cream" und "Petite Fleur" einspielte. Mit Musikern wie dem Trompeter und Klarinettisten Monty Sunshine wurde Barber zur treibenden Kraft der Wiederbelebung des New-Orleans-Jazz. Er ließ aber immer wieder andere Musikstile in sein Programm einfließen, von Blues über Swing bis Rock. Der Blues tat es ihm auch privat an, mehr als 20 Jahre lang war er mit Bluessängerin Ottilie Patterson (1932-2011) verheiratet.

An einer Jubiläumsplatte von 2011, die passenderweise "Memories of My Trip" (Erinnerungen an meine Reise) heißt, beteiligten sich Größen wie Eric Clapton, Van Morrison und Mark Knopfler. Heute tourt er mit der Big Chris Barber Band durch Europa.

Besonders oft zieht es die Band nach Deutschland, etwa die Hälfte ihrer 100 Konzerte im Jahr geben sie hier.