| 12:41 Uhr

Vorwürfe von Tierschützern
Zirkus-Lkw kippt um - ein Elefant stirbt

Albacete. In Spanien ist ein Zirkus-Lastwagen - beladen mit Elefanten - offenbar während der Fahrt umgekippt. Nach dem Unfall auf der Autobahn spielten sich dramatische Szenen ab. Nicht alle Tiere konnten gerettet werden.

Der Unfall ereignete sich in der zentralspanischen Region Castilla-La Mancha. Nach Behördenangaben überholte der Lkw auf einer Autobahn ein langsames Fahrzeug, geriet ins Schleudern und überschlug sich.

Es folgte eine aufwändige Rettungsaktion. Auf Videos und Fotos ist zu sehen, wie ein Elefant nach dem Unfall regungslos im Graben am Straßenrand liegt und weitere, zum Teil stark blutende Tiere auf der Autobahn umherirren. Die Elefanten wurden zum Teil mit Hilfe eines Krans geborgen.

Insgesamt waren fünf Elefanten auf dem Lastwagen gewesen. Eines der Tiere überlebte den Unfall nicht. Zwei Elefanten wurden verletzt. Die Autobahn war für zwei Stunden gesperrt.

"Was muss noch passieren?"

Der Lastwagenfahrer blieb laut Medienberichten unverletzt. Wohin die Elefanten des Zirkus Gottani ursprünglich gebracht werden sollten, war zunächst unklar.

Der Tod des Elefanten löste Empörung in Spanien aus. "Was muss noch passieren, damit man endlich die Ausbeutung von Tieren in den Zirkussen verbietet?", schrieb die Tierschutzpartei PACMA auf Twitter.

Der spanische Zirkus-Verband "Circos Reunidos" ließ die Vorwürfe zurückweisen. Die Tiere würden in den Zirkussen gut behandelt, versicherte Sprecher Ignacio Pedrera. Die überlebenden Elefanten seien in einem eigens errichteten Zelthospital schnell behandelt worden. Sie seien in "perfektem Zustand".

(wer)