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| 17:59 Uhr

Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes
Russischer Ex-Spion wurde Opfer von Nervengift

Die britische Anti-Terror-Einheit ermittelt nun wegen Mordes.
Die britische Anti-Terror-Einheit ermittelt nun wegen Mordes. FOTO: dpa, hjb
Der in England erkrankte russische Ex-Spion und seine Tochter wurden mit einem Nervenkampfstoff vergiftet. Dies gab die britische Polizei am Mittwoch bekannt. Sie ermittelt nun wegen versuchten Mordes.

Sergej Skripal und seine Tochter Julia seien offenbar gezielt ins Visier genommen worden, es werde wegen versuchten Mordes ermittelt, erklärte der Chef der Terrorabwehr der Metropolitan Police, Mark Rowley, weiter. Ein Beamter, der den vergifteten Agenten behandelt habe, befinde sich in einem ernsten Zustand. Für die Öffentlichkeit bestehe ein "geringes Risiko", hieß es.

Der 66-jährige Ex-Agent Skripal und seine 33-jährige Tochter befinden sich in kritischem Zustand im Krankenhaus. Sie waren am Sonntag zusammengesackt auf einer Bank nahe einem Einkaufszentrum in der Stadt Salisbury im Süden Englands gefunden worden. Die Anti-Terror-Polizei ermittelt in dem Fall, es wird aber derzeit nicht von einem Terrorvorfall gesprochen.

Spekuliert wird, wer hinter der mutmaßlichen Vergiftung der beiden steckt. Skripal arbeitete früher für den russischen Militärgeheimdienst GRU. Er wurde 2006 wegen Spionage für Großbritannien verurteilt und inhaftiert. 2010 kam er im Rahmen eines Agentenaustauschs frei.

(se)