ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:32 Uhr

Gefährliche Zecken
Risikogebiete für FSME weiten sich in Sachsen aus

Das sollten Sachsen-Urlauber wissen: Zecken sind im Freistaat im Vormarsch.
Das sollten Sachsen-Urlauber wissen: Zecken sind im Freistaat im Vormarsch. FOTO: Daniel Reinhardt / dpa
Dresden. In Sachsen haben sich die Risikogebiete für die durch Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (FMSE) ausgeweitet.

Wie die Krankenkasse Barmer am Mittwoch mitteilte, hat sich nach einer Bewertung des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der betroffenen Landkreise binnen eines Jahres von eins auf vier erhöht. Danach seien im Jahr 2017 der Erzgebirgskreis sowie die Landkreise Bautzen und Zwickau neu als Risikogebiete durch das RKI eingestuft worden.

Ein Jahr zuvor sei im Freistaat lediglich der Vogtlandkreis betroffen gewesen. Laut Krankenkasse hat sich die Zahl der Infektionen mit FSME von zehn im Jahr 2016 auf 21 in 2017 mehr als verdoppelt. Die Kasse rate daher zu Schutzimpfungen.

„Eltern sollten sich und ihre Kinder gegen FSME impfen lassen, wenn sie in einem Risikogebiet leben oder dort Urlaub machen“, sagte der sächsische Landesgeschäftsführer Fabian Magerl. Der Impfschutz halte mindestens drei Jahre und führe bei 99 Prozent der Geimpften zu einem vollständigen Schutz, teilte die Kasse mit.

Deutschlandweit sind laut Barmer 2017 insgesamt 485 FSME-Erkrankungen erfasst worden. Ein Jahr zuvor seien es 348 Fälle gewesen. FSME ist eine durch Viren ausgelöste Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten. Die Viren werden durch den Stich von Zecken, zumeist dem Gemeinen Holzbock (Ixodes ricinus), übertragen.

Bundesweit sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung gegen FSME geimpft, in Österreich sind es laut Experten 80 Prozent.

Die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung in Deutschland ist die Lyme-Borreliose , gegen die anders als bei FSME keine vorbeugende Impfung möglich ist. Laut Schätzungen gibt es jedes Jahr Zehntausende Neuerkrankungen. Dagegen erkranken nur 250 bis 500 Menschen jährlich an FSME.

Zecken lauern in den Sommermonaten im Unterholz, in Büschen oder in hohem Gras. Auch im eigenen Garten ist eine Ansteckung möglich. Die lästigen Blutsauger werden besonders bei schwül-warmer Witterung aktiv. Ein Stich lässt sich durch Zeckenschutzmittel verhindern. Zudem sollte sich jeder nach einem Aufenthalt im Grünen absuchen.

Robert-Koch-Institut Fragen und Antworten

Risikogebiete Karte

(dpa/fh)