| 02:43 Uhr

Riesiges Suchgebiet für Flug MH 370

Philippinische Studenten wollen mit Malerei Hoffnungszeichen setzen.
Philippinische Studenten wollen mit Malerei Hoffnungszeichen setzen. FOTO: dpa
Peking/Kuala Lumpur. Das Verschwinden der Boeing von Malaysia Airlines wirft täglich neue Fragen auf. Die Angehörigen der chinesischen Passagiere drohen inzwischen entnervt mit Hungerstreik, die malaysischen Behörden müssen erneut eigene Angaben korrigieren. dpa/ik

Elf Tage nach dem rätselhaften Verschwinden des malaysischen Flugzeugs ist das Suchgebiet inzwischen so groß wie die Fläche Australiens. Malaysias Verkehrsminister Hishammuddin Hussein nannte am Dienstag in Kuala Lumpur eine Gesamtfläche von 7,68 Millionen Quadratkilometern.

Die erste Kursänderung der Maschine mit 239 Menschen an Bord soll nach einem Bericht der "New York Times" in ein Computersystem des Flugzeugs eingegeben worden sein. Die Richtungsänderung habe mit hoher Wahrscheinlichkeit jemand im Cockpit programmiert, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf ranghohe US-Regierungsvertreter.

Angehörige chinesischer Passagiere drohten unterdessen mit Hungerstreik, falls sie nicht mehr Informationen bekommen. Nach Ansicht der Ermittler dürfte die Boeing der Malaysia Airlines eine von zwei Routen geflogen sein: Der Nordkorridor reicht von Malaysia Richtung Nordwesten über das indisch-pakistanische Grenzgebiet bis nach Kasachstan, der südliche an Indonesien und Aus tralien vorbei in den Indischen Ozean. Bewohner einer Malediven-Insel wollen laut einer Lokalzeitung einen tieffliegenden Passagier-Jet gesehen haben.

Die Boeing ist seit dem 8. März verschollen. Die Maschine mit der Flugnummer MH 370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf mehrere Möglichkeiten: Sabotage, Entführung, Terrorakt oder Selbsttötung eines der Piloten.

Nach Erkenntnissen der "New York Times" wurde die erste Kursänderung nach Westen in ein Computersystem eingegeben. Die Drehung habe mit hoher Wahrscheinlichkeit jemand im Cockpit programmiert, der sich mit Flugzeugsystemen auskannte, berichtete die Zeitung am Dienstag und berief sich dabei auf ranghohe US-Regierungsvertreter. Anstatt die Maschine manuell zu steuern, sei die Flugrichtung von MH370 über sieben oder acht Tastenanschläge in einen Computer zwischen dem Kapitän und dem Ersten Offizier eingestellt worden, schrieb die Zeitung weiter.

Malaysia widerrief am Dienstag in einem zentralen Punkt frühere Angaben. Wann genau das Kommunikationssystem der Boeing abgeschaltet wurden, ist demnach doch unklar.