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| 16:45 Uhr

Erfinderischer Lehrer aus Rheinland-Pfalz
Haarmatsch im Duschabfluss adé

Manus Leyendecker ist Erfinder des haarfreien Duschabflusses „Freilauf“, der am heutigen Freitag auf den Markt kommt.
Manus Leyendecker ist Erfinder des haarfreien Duschabflusses „Freilauf“, der am heutigen Freitag auf den Markt kommt. FOTO: dpa / GS-Kunststofftechnik
Trier. Lehrer aus Rheinland-Pfalz erfindet „Freilauf“/Produkt ab Freitag auf dem Markt

Wer kennt das nicht? Regelmäßig muss man aus dem Duschabfluss eine glibberige Haarmasse ziehen, weil das Wasser nicht mehr richtig abläuft. „Muss nicht mehr sein“, sagt Manus Leyendecker, der einen „haarfreien Duschabfluss“ erfunden hat. „Ich habe die Zahl der Hindernisse, an denen Haare hängen bleiben können, auf ein Minimum reduziert“, so der 40-Jährige.

Beim ihm liegt der Deckel des Duschabflusses nirgendwo auf, sondern wird an einem Stab unten im Siphon über einen Magneten gehalten. Der „Freilauf“ kommt am heutigen Freitag, 11. Mai, auf den Markt. Zugleich wird sein Erfinder aus Piesport an der Mosel dafür von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in Trier ausgezeichnet – im Rahmen des Ideenwettbewerbs Rheinland-Pfalz.

Leyendecker, der als Lehrer in einer Schule in Luxemburg-Stadt Naturwissenschaften unterrichtet, hat bereits 5000 Exemplare produzieren lassen. „Es gibt Bestellungen.“ Auf die Idee kam er 2010, als er noch lange Haare hatte: „Beim Saubermachen habe ich mich immer geärgert, weil der Abfluss ständig verstopft war.“

Der technische Referent beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima, Udo Wirges, sagt in St. Augustin bei Bonn, das neue Produkt sei „eine interessante Erfindung“. Es sei aber die Frage, ob jeder Haare im Abfluss als Problem sehe.

Zudem gebe es ja kleine Siebe oder Fänger, die verhinderten, dass Haare in die Rohrleitungen gerie­ten und sich dort eventuell festsetzten: „Der eine sagt, es ist gut, dass ich das habe. Ich kann die Haare selbst entfernen. Und der andere sagte, das finde ich hässlich und unhygienisch. Mir wäre es lieber, wenn sie weggespült werden“, meint Wirges.

(dpa)