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| 13:52 Uhr

Psychologie-Studie
Lachen und Frotzeln ist gut für die Liebe

Halle/Wittenberg. Gemeinsames Lachen trägt laut einer psychologischen Studie zum Gelingen einer Beziehung bei. Demnach sind Liebespartner am zufriedensten, wenn sie sich in ihrem Umgang mit Lachen oder dem Ausgelachtwerden ähneln und eine gelassene Einstellung dazu haben.

Menschen, die Angst davor hätten, ausgelacht zu werden, seien mit ihrer Partnerschaft dagegen häufig weniger glücklich, auch im Hinblick auf die Sexualität. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag vorgestellte Studie der Martin-Luther-Universität (MLU) Halle-Wittenberg.

Wie Menschen darauf reagierten, wenn über sie gelacht werde, sei sehr unterschiedlich, so die Psychologen. Einige Menschen hätten Angst davor, ausgelacht zu werden. "Sie interpretieren das Lachen eher als etwas Negatives oder Abschätziges", so Rene Proyer von der MLU. Andere würden es genießen, bewusst Situationen provozieren, in denen über sie gelacht werde. Für diese Menschen seien Lacher ein Ausdruck der Wertschätzung. Wieder andere empfänden Freude, wenn man Scherze auf Kosten anderer mache.

Für ihre Studie führten die Psychologen eine Online-Befragung mit 154 heterosexuellen Paaren durch. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer antworteten dabei getrennt voneinander. Dabei ging es etwa darum, wie zufrieden die Befragten mit ihrer Beziehung insgesamt waren, ob das Sexualleben stimme und ob sich das Paar häufig streite. Die Forscher erhoben zudem, wie die Teilnehmer mit dem Ausgelacht-Werden umgingen und ob sie gerne andere auslachten.

Für Menschen, die das Lachen über sich provozierten, beobachteten die Forscher dabei vor allem positive Effekte: "Frauen berichteten häufiger, mit ihrer Beziehung eher zufrieden zu sein", so die Forscher. Das galt auch im Hinblick auf das Sexualleben. Die Angst davor, ausgelacht zu werden, hatte dagegen eher negative Effekte: Menschen mit dieser Angst seien mit ihrer Beziehung weniger zufrieden und misstrauten ihrem Partner eher. Dies habe auch Folgen für den Partner: Männer berichteten häufiger, dass sie mit ihrem Sexualleben eher unzufrieden waren, wenn ihre Partnerinnen Angst davor hatten, ausgelacht zu werden.

Für Menschen, die gerne über andere spotten, konnten die Psychologen in Bezug auf die Beziehungszufriedenheit keine derartigen Zusammenhänge finden. Allerdings zeigte sich, dass sich die Paare häufiger stritten.

(kna)