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| 17:09 Uhr

Pilotprojekt
Pelz aus heimischer Produktion

FOTO: dpa / Uli Deck
Rastatt. Ein bundesweit einmaliges Projekt namens „Fellwechsel“ zur Verarbeitung von Wildtierfellen aus heimischer Jagd startet mit der Produktion.

Wir haben die vorläufige Betriebserlaubnis und fangen kommende Woche mit der Arbeit an“, sagte Geschäftsführer Frederik Daniels der Deutschen Presse-Agentur. In einer sogenannten Abbalgstation in Rastatt soll Füchsen, Stein- und Baummardern, Waschbären, Bisams und Nutrias das Fell abgezogen werden.

Von dort kommen die Felle zu Gerbereien und Kürschnern, die Kissen, Pelzkragen sowie Innenfutter für Jacken herstellen. Bislang wurden die Kadaver erlegter Tiere meist weggeworfen. Die Initiatoren sind der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Landesverband Baden-Württemberg. Der Deutsche Tierschutzbund steht dem Projekt ablehnend gegenüber: Für die Pelze müssten Tiere leiden und sterben.

Deutschlandweit wurden Sammelstellen eingerichtet, an denen Jäger erlegte Tiere abgeben können. In den mehr als 260 Stationen seien zur Zeit rund 7000 Tierkörper gelagert, hieß es.

(dpa)