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| 09:08 Uhr

Ursache für Feuer noch unklar
Ein Toter nach Brand im New Yorker Trump Tower

Einsatzkräfte der Feuerwehr am Trump Tower in New York.
Einsatzkräfte der Feuerwehr am Trump Tower in New York.
New York. Bei einem Brand im 50. Stock des New Yorker Trump Towers ist am Samstagabend (Ortszeit) ein Mensch ums Leben gekommen. Der 67-Jährige sei bewusstlos aufgefunden worden und später im Krankenhaus gestorben, teilte die Polizei mit.

Vier Feuerwehrleute seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden, hieß es weiter. Die Brandursache war zunächst unbekannt. Ermittler leiteten eine Untersuchung ein. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte habe die relativ große Wohnung in dem Hochhaus nahezu komplett in Flammen gestanden, sagte Kommissar Daniel Nigro. "Es war ein sehr kompliziertes Feuer." 200 Feuerwehrleute und Notfallpersonal seien im Einsatz gewesen.

Dieses Bild zeigt die Zerstörung am Tower nahe des Brandherdes.
Dieses Bild zeigt die Zerstörung am Tower nahe des Brandherdes.

Eigentumsaufzeichnungen, die der Nachrichtenagentur AP vorlagen, deuteten daraufhin, dass es sich bei dem Toten um einen Kunsthändler handelte, der die Wohnung Mitte der 1990er Jahre erwarb.

Nur wenig nach Bekanntwerden des Feuers twitterte US-Präsident Donald Trump, es sei gelöscht. Das Feuer sei nur begrenzt ausgebrochen, schrieb er, und ergänzte, das Gebäude sei gut gebaut worden. Er bedankte sich bei Feuerwehrmännern und -frauen, die einen guten Job gemacht hätten.

Obere Wohnetagen nicht mit Sprinkleranlagen ausgestattet

Die Polizei bestätigte, dass zum Zeitpunkt des Feuers kein Mitglied der Trump-Familie in dem Gebäude war. Das Unternehmen des Präsidenten ist im Trump Tower ansässig, er hat dort auch seinen Wohnsitz. Seit seiner Amtsübernahme hält sich Trump allerdings nur noch selten in New York auf. Der Secret Service habe die Privaträume der Trumps auf Schäden überprüft, erklärte die Polizei.

Zunächst war zu sehen, wie Flammen und Rauchschwaden aus dem Hochhaus und über die 5th Avenue hinweg stiegen. Später war auf Bildern ein Feuerwehrmann zu erkennen, der aus einem zerstörten Fenster schaute.

Kommissar Nigro bestätigte, es handele sich beim Trump Tower um ein gut gebautes Gebäude. Die oberen Wohnetagen seien aber nicht mit Sprinkleranlagen ausgestattet. Dies war bei Fertigstellung des Hochhauses 1983 noch nicht vorgeschrieben.

Manche Bewohner des Trump Towers beklagten, die Hausverwaltung habe sie nicht über eine Evakuierung informiert. Die 76 Jahre alte Lalitha Masson sagte der "New York Times", beim Anblick der Fernsehbilder habe sie gedacht, nun müssten sie und ihr Ehemann sterben. Sie wohnen im 36. Stock. "Ich habe meinen ältesten Sohn angerufen und mich verabschiedet, weil es so ausgesehen hat, als ob alles aus dem Fenster fallen würde und mich das an 9/11 erinnert hat."

(das/ap)