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| 18:24 Uhr

Zwei Auktionen geplant
Nachlass von Kardinal Meisner wird versteigert

Joachim Kardinal Meisner (Archivbild von 2007).
Joachim Kardinal Meisner (Archivbild von 2007). FOTO: ap
Köln. Manches wurde ihm geschenkt, anderes erwarb Kardinal Meisner selbst. Nach seinem Tod sollen die Kunstwerke unter den Hammer kommen. Für die Versteigerung sind Termine im Mai und im September vorgesehen.

Das Kunsthaus Lempertz in Köln übernehme die Versteigerung einer Auswahl besonders wertvoller Objekte am 16. Mai, teilte das Erzbistum mit. Der überwiegende Teil des Nachlasses von Joachim Kardinal Meisner werde dagegen Ende September versteigert. Die Erlöse aus beiden Auktionen kämen der Kardinal-Meisner-Stiftung für die Förderung der Seelsorge in Köln sowie in Mittel-, Ost- und Südosteuropa zugute.

Die Kunstwerke, die am 16. Mai unter den Hammer kommen, stammen aus dem Nachlass der Bildhauerin Hildegard Domizlaff - dieser sei aus persönlicher Verbundenheit an Meisner gegangen, teilte das Erzbistum Köln weiter mit. Im Laufe seines Wirkens seien ihm immer wieder Kunstwerke als Dank und Anerkennung geschenkt worden. Andere Werke habe der Kardinal auch selbst erworben.

Das Bistum zitierte einen langjährigen Bekannten Meisners, wonach der Kardinal Kunst mit dem Auge gesammelt habe. Ein Werk habe ihm gefallen müssen - der Sammlerwert habe ihn dagegen nicht interessiert. Er habe kunsthistorischen Sachverstand besessen. Dennoch habe er es gemocht, "dass neben einer wertvollen Ikone ein Bild hing, dass mancher eher als Kunsthandwerk qualifizieren würde", schrieb das Bistum.

Zum Nachlass von Kardinal Meisner sollen Gemälde, Ikonen, Skulpturen, Möbel und Porzellan gehören. Nach Angaben des Erzbistums befinden sich darunter viele sakrale Stücke, aber auch Bilder mit Bezug zu seiner Heimat und seinen Lebensstationen. Meisner war am 5. Juli 2017 in seinem Urlaub im bayerischen Bad Füssing im Alter von 83 Jahren gestorben. Er stand dem Erzbistum Köln 25 Jahre (1989 bis 2014) vor.

(wer)