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Nach Festnahme von Afroamerikanern
Starbucks-Chef will Filialmanager mit Schulungen sensibilisieren

Polizisten vor der Starbucks-Filiale in Philadelphia, nachdem es dort zu Protesten aufgrund der Festnahmen gekommen war.
Polizisten vor der Starbucks-Filiale in Philadelphia, nachdem es dort zu Protesten aufgrund der Festnahmen gekommen war. FOTO: rtr, MM/ems
Philadelphia. Nach der Festnahme von zwei schwarzen Männern in einer Starbucks-Filiale in Philadelphia und anschließenden Protesten hat der Geschäftsführer der Kaffeehauskette Besserung gelobt. Kevin Johnson kündigte am Montag an, Filialmanagern künftig mit speziellen Schulungen für "unbewusste Vorurteile" zu sensibilisieren.

Nach der Veröffentlichung eines Videos von der Festnahme hatte Johnson den Vorfall als "verwerflich" verurteilt. Starbucks teilte mit, Johnson wolle sich für eine persönliche Entschuldigung mit den Männern treffen, wofür diese sich auch bereit erklärt hätten.

Die beiden waren festgenommen worden, nachdem ihnen zunächst verweigert worden war, die Toiletten des Kaffeehauses zu benutzen. Begründet worden war das Verbot mit der Angabe, die Männer hätten nichts in dem Geschäft gekauft. Anschließend weigerten diese sich, den Laden zu verlassen - Starbucks-Mitarbeiter riefen denn die Polizei und sagten, die zwei würden Hausfriedensbruch begehen.

Nach der Festnahme wurden keine offiziellen Anschuldigungen gegen die Männer erhoben. Seit dem Vorfall ist es in Philadelphia zu Protesten gekommen, am Montagmorgen riefen Demonstrierende vor der betroffenen Filiale etwa, Kaffee von Starbucks sei "anti-schwarz".

(das/ap)