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Mücken und Zecken lieben vor allem Regen

Hamburg.. Das Wetter der nächsten Wochen entscheidet nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung darüber, ob es im Sommer eine Mücken-, Zecken- oder Schneckenplage gibt.

Die Fröste der vergangenen Tage hätten entgegen der verbreiteten Meinung keinen Einfluss auf das Überleben der Insekten. "Das ist ein Irrglaube", sagte Josef H. Reichholf, Botschafter der Deutschen Wildtier Stiftung, am Wochenende in Hamburg.
"Die Wintertemperaturen haben für die Zahl der Mücken und Schnecken überhaupt keine Bedeutung. Bei Zecken führen warme Winter sogar eher dazu, dass ihre Zahl sinkt." Denn Schnee und Frost schützen die Zecken in der Phase ihrer Kältestarre. In warmen und feuchten Wintern könnten Zecken dagegen von Pilzen geschädigt werden. Ob wir uns an lauen Sommerabenden auf Terrassen und Balkonen dem Ansturm von blutsaugenden Mücken erwehren müssen, liegt nach Reichholfs Angaben nicht am kalten oder warmen Winter, sondern am Wetter im Frühjahr und Frühsommer.
Wenn es sehr trocken ist, wie im März und April des Jahres 2007, gibt es kaum Stechmücken und auch wenig Bremsen.
"Nicht der warme Winter, sondern der viele Regen in den letzten Wochen und die angekündigten nächsten Regentage können die Mückenbestände im Sommer vergrößern", sagte Reichholf. Auch den Nacktschnecken sei Frost egal. Ihr Gedeihen hänge allein von der Frühsommer- und Sommerfeuchtigkeit ab. (dpa/B.M.)