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JVA Tegel
Möglicherweise erneut Häftling in Berlin ausgebrochen

Gebäude auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Tegel.
Gebäude auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Tegel. FOTO: dpa, pdz soe fux
Die Serie von Ausbrüchen aus Berliner Gefängnissen geht offenbar weiter: Wie die Senatsverwaltung für Justiz am Donnerstag mitteilte, wurde am Morgen das Fehlen eines Häftlings in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Tegel festgestellt.

Das JVA-Gelände werde derzeit noch durchsucht. Zudem sei eine Polizeifahndung ausgelöst worden. Am Nachmittag will Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) weitere Details bekanntgeben.

Nach Informationen der Berliner Zeitung "B.Z." war der Flüchtige wegen räuberischer Erpressung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Um den Jahreswechsel herum waren bereits vier Häftlinge spektakulär aus dem Gefängnis Plötzensee ausgebrochen. Unter noch immer nicht vollständig geklärten Umständen gelang es den Männern, aus einer Kfz-Werkstatt auf dem JVA-Gelände zu fliehen.

Fünf weitere, wegen minderer Delikte einsitzende Männer waren zudem aus dem offenen Vollzug von Plötzensee entwischt. Acht Flüchtige konnten gestellt werden oder kehrten freiwillig zurück. Ein wegen Schwarzfahrens zu offenem Vollzug verurteilter Mann ist weiter untergetaucht.

Justizsenator Behrendt geriet wegen der Ausbrüche unter Druck: Aus Reihen der Berliner Opposition wurde vermehrt sein Rücktritt gefordert.

(csr)