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| 09:41 Uhr

Beliebteste Vornamen 2017:
Marie und Maximilian machen das Rennen

Eine Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ergab, dass Maximilian und Marie die beliebtesten Vornamen des Jahres 2017 sind.
Eine Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden ergab, dass Maximilian und Marie die beliebtesten Vornamen des Jahres 2017 sind. FOTO: Fabian Sommer / dpa
Wiesbaden. Die beliebtesten Babynamen 2017 lauten Marie und Maximilian. Das ergab eine Auswertung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden.

Die GfdS hat für ihre Rangliste die Daten von bundesweit 700 Standesämtern ausgewertet. Bei den Mädchen folgen Sophie, Maria, Sophia und Emilia auf den weiteren Plätzen. Bei den Jungs belegten die Namen Alexander, Paul, Elias und Ben die Plätze zwei bis fünf. Im vergangenen Jahr standen Marie und Elias an der Spitze.

Für die Hitliste fassen die Sprachexperten alle im vergangenen Jahr vergebenen Erst-, Zweit- und gegebenenfalls weitere Vornamen gleichberechtigt zusammen.

Beim Blick allein auf die als Erstnamen vergebenen Spitzenreiter ergibt sich ein leicht anderes Bild: Hier stehen Emma, Sophia, Hanna, Emilia und Mia an der Spitze; bei den Jungen sind es Ben, Paul, Noah, Leon und Jonas.

Laut GfdS zeigen die Daten der Standesämter deutliche regionale Unterschiede: So entschieden sich Eltern in Süddeutschland häufig für traditionelle Namen wie Maria, Anna, Lea sowie Maximilian, Lukas und Jakob. In Norddeutschland stärker verbreitet seien Namen wie Finn, Emil, Ida, Lina oder Frieda. Für Ostdeutschland konstatiert die Sprachgesellschaft eine „Rückbesinnung auf Großmutters Zeiten“ und macht dies anhand der dort beliebten Namen wie Oskar, Karl, Emil und Friedrich sowie Charlotte, Klara oder Mathilda fest.

Auch gehe der Trend weiter zu kurzen Namen – mit Ausnahme von Alexander und Maximilian, die im Alltag allerdings oft als Alex oder Max(i) abgekürzt würden.

Namen mit vielen, oft aufeinander folgenden Vokalen – etwa bei Mia oder Noah – wirkten eher „weich“. Damit näherten sich die Geschlechter in der Namensgebung an, so die GfdS. „Harte“ Namen mit vielen Konsonanten, wie etwa bei Brigitte oder Gerhard, seien dagegen aus der Mode.

Die GfdS veröffentlich ihre Übersicht seit dem Jahr 1977. Laut den Namensexperten wurden für die Liste 90 Prozent aller 2017 in Deutschland vergebenen Namen erfasst, das waren rund eine Millionen Namen. Insgesamt wurden mehr als 65 000 verschiedene Namen angemeldet.

Abgelehnt hätten die Standesämter beispielsweise Elternwünsche wie Lucifer, Batman, vom Meer oder Pinocchio. Eine amtliche Statistik der häufigsten Vornamen gibt es in Deutschland nicht. KNA/fh