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Levina verpasst beim ESC den letzten Platz

Durchgefallen mit ihrem Song "Perfect Life": Levina.
Durchgefallen mit ihrem Song "Perfect Life": Levina. FOTO: dpa
Kiew. Deutschlands Gesangshoffnung Levina (26) hat sich nach ihrem vorletzten Platz beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew betrübt gezeigt. "Natürlich bin ich total traurig – mit diesem Ergebnis habe ich nicht gerechnet", sagte die Sängerin am Sonntag dem NDR. dpa/roe

"Aber der ESC war eine wunderbare Erfahrung, die Vorbereitung und die Zeit hier in Kiew hat super Spaß gemacht."

Anders als Ann Sophie 2015 in Wien und Jamie-Lee 2016 in Stockholm blieb immerhin der allerletzte Platz erspart, Levina schrammt mit sechs Punkten nur knapp daran vorbei. Drei Jury-Punkte gibt es aus Irland, von den Zuschauern noch einmal so viele. Nur eine fade Surfer-Nummer aus Spanien schneidet noch schlechter ab.

Manch einer will am Ende scherzhaft ein Ringen um den letzten Platz heraufbeschwören. TV-Komiker Oliver Kalkofe twittert sogar: "Mist! Um einen Punkt gegen Spanien das Ziel verfehlt!"

Andere jubelten: Zum ersten Mal gewann Portugal den ESC. Sänger Salvador Sobral landete mit 758 Punkten ganz vorne. Der 27-Jährige verzichtete auf eine spektakuläre Show und überzeugte mit viel Gefühl. Die in seiner Muttersprache vorgetragene Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" (Liebe für zwei) wurde von seiner Schwester Luisa Sobral komponiert. Am Ende der großen Live-Show sangen die beiden den Song gemeinsam. In Kiew feierten Tausende das Finale im Stadtzentrum unter freiem Himmel. Allerdings blieben die Besucherzahlen unter den Erwartungen.

Doch das Fernsehpublikum in Deutschland mochte sich nicht so recht für die effektvoll inszenierte Show in der ukrainischen Hauptstadt erwärmen. 7,76 Millionen Zuschauer (Marktanteil 31,5 Prozent) wurden am Samstagabend ab 21 Uhr gemessen. Der schlechteste ESC-Wert seit 2009.