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| 08:59 Uhr

Lambada-Sängerin tot in verbranntem Auto gefunden

FOTO: Screenshot YouTube
Rio de Janeiro. „Lambada“ - millionenfach verkauft, millionenfach getanzt in Diskos auf der ganzen Welt. Die Sängerin des Hits von 1989 ist nun auf tragische Weise gestorben. Sie wurde wohl Opfer eines Überfalls.

Die Sängerin des Welthits „Lambada“, Loalwa Braz Vieira (63), ist tot in einem verbrannten Auto gefunden worden. Die verkohlte Leiche der Brasilianerin wurde am Donnerstag in dem Ort Saquarema bei Rio de Janeiro entdeckt, wie die örtliche Polizei der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das Auto verbrannte in der Nähe der Wohnung von Braz, darin wurde auch eine Gasflasche gefunden. Ein Verdächtiger, der früher in ihrem Anwesen gearbeitet hat, wurde festgenommen. Nach Angaben der Polizei habe er gestanden, die Sängerin getötet zu haben, berichtete das Portal „O Globo“.

Sie hatte 1989 als Sängerin der Gruppe Kaoma Weltruhm erlangt. Der „Lambada“-Song, der eigentlich „Chorando se foi“ heißt, stand in vielen europäischen Hitparaden wochenlang an Platz eins. Das millionenfach verkaufte Lied geht zurück auf den Titel „Llorando se fue“ („Weinend ging sie“) der Gruppe Los Kjarkas und wurde zu einem Tanzhit, der weltweit die Diskotheken eroberte.

Lambada wurde auch zu einem eigenen Tanzstil. Er vereinigte Stile wie Cumbia und Merengue. Braz hatte schon mit 13 Jahren mit dem Singen begonnen und war bis zuletzt ein Star in Brasilien. Nach Angaben des Portals „O Globo“ verkaufte sie mehr als 25 Millionen Alben in ihrer Karriere.

Medien zufolge soll es vor ihrem Tod einen Raubüberfall gegeben haben - Braz habe noch um Hilfe geschrien. Unklar war zunächst, ob sie dabei getötet wurde und danach in das Auto gelegt wurde, das verbrannte.

Der Lambada-Siegeszug in Europa führte Ende der 1980er Jahre zu Gerichtsprozessen in Südamerika. „Es ist die exakte Kopie eines von uns 1981 komponierten Liedes im Rhythmus des indianischen Saya-Tanzes“, erklärten damals Gonzalo und Ulises Hermosa von der bolivianischen Folklore-Gruppe Los Kjarkas. Es kam zu diversen Rechtsstreitigkeiten.

In einem Vertrag mit der französischen Band Kaoma wurde schließlich festgelegt, dass die Bolivianer die eigentlichen Erschaffer von „Lambada“ seien. In Deutschland teilte die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) damals mit, dass die Tantiemen für das Lied nur noch an die Bolivianer überwiesen würden.