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| 02:49 Uhr

Knut träumt auf der Eisscholle

Berlin/Nürnberg. Das Fell im Museum, ein Grabstein auf dem Friedhof und jetzt auch eine Bronzestatue im Berliner Zoo. In der Hauptstadt gibt es bald drei Denkmäler für Eisbär Knut. Der Zoo wird sein Denkmal nun Ende Oktober enthüllen. dpa/mar

Die Bronze-Statue von Eisbär-Star Knut wird am 24. Oktober im Zoo aufgestellt. Das teilte der Direktor des Zoologischen Gartens Berlin, Bernhard Blaszkiewitz, am Freitag mit. Der Publikumsliebling war am 19. März 2011 zusammengebrochen und im Wassergraben gestorben. Der Nürnberger Künstler Josef Tabachnyk schuf das Denkmal, das den kleinen Knut als "Träumer" auf zwei Eisschollen zeigt. Es erinnert künftig an Knut in unmittelbarer Nähe zu seinem früheren Gehege am Bärenfelsen.

Als Grund für die Verschiebung der eigentlich Ende August geplanten Enthüllung des Bronze-Bären gab Zoo-Sprecherin Claudia Bienek Terminschwierigkeiten an. Viele Knut-Fans waren zuletzt zunehmend unruhig geworden. So berichtete Thomas Ziolko von der Fördergemeinschaft, dass seit August "eine Vielzahl an Anfragen" bei ihm eingingen. Auch die Spender würden langsam ungeduldig, sagte er. Für die Fertigung des Kunstwerks hatte der Förderverein rund 15 000 Euro an Spenden gesammelt.

Die rund 120 Kilogramm schwere Statue "Knut der Träumer" war Mitte August mit einem Lastwagen in die Hauptstadt transportiert worden. "Die Statue ist bereits in Berlin", sagte Sprecherin Bienek nun. Wo sie bis zur Aufstellung gelagert wird und ob sie bereits auf dem Gelände des Zoos ist, wollte sie aber nicht sagen.

Im August war zudem bekannt geworden, dass der präparierte Körper von Knut mit seinem Originalfell Ende 2013 im Naturkundemuseum präsentiert wird. Eine weitere Erinnerungsstätte an Knut, den zu Lebzeiten mehr als elf Millionen Menschen besucht hatten, gibt es in Berlin auf dem Spandauer Friedhof In den Kisseln. Dort haben Knut-Freunde einen Grabstein für das Tier direkt neben dem Grab seines 2008 verstorbenen Ziehvaters Thomas Dörflein aufgestellt.

Der in der Ukraine geborene und in Nürnberg lebende Bildhauer arbeitete seit Anfang des Jahres an der Plastik. Sie zeigt den etwa vier Monate alten Baby-Knut. Es soll laut Tabachnyk ein Denkmal zum Anfassen sein.