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| 02:41 Uhr

Kachelmann verlangt 13 000 Euro Schadensersatz nach Freispruch

Kämpft um Schadensersatz: Jörg Kachelmann.
Kämpft um Schadensersatz: Jörg Kachelmann. FOTO: dpa
Frankfurt/Main. TV-Moderator Kachelmann kämpft zweieinhalb Jahre nach seinem Freispruch um Schadenersatz. Am Montag will das Landgericht Frankfurt eine erste Entscheidung verkünden. dpa/ckx

Kann Jörg Kachelmann nach dem Freispruch im Vergewaltigungsprozess Schadenersatz von seiner ehemaligen Geliebten verlangen? An diesem Montag will das Landgericht Frankfurt entweder ein Urteil verkünden - oder einen Beschluss darüber, wie es weitergehen soll in dem seit anderthalb Jahren anhängigen Verfahren.

Gut 13 000 Euro an Gutachterkosten verlangt Kachelmann von seiner Ex-Geliebten. Die Begründung: Die Radiomoderatorin habe ihn zu Unrecht der Vergewaltigung beschuldigt, um ihn ins Gefängnis zu bringen. Deshalb müsse sie den entstandenen Schaden ersetzen. Anders als im Strafprozess liegt die Beweislast nun allerdings bei Kachelmann: Er muss darlegen, dass Claudia D. die Unwahrheit gesagt hat. Der Moderator spielt mit seiner Klage auf Risiko. Der Freispruch für Kachelmann, schrieben die Mannheimer Richter 2011 in ihrem Urteil, sei nicht verbunden mit dem Nachweis einer Falschbeschuldigung. Die Entscheidung erfolgte nach dem Prinzip "Im Zweifel für den Angeklagten". Demnach könnte der Prozess erneut aufgerollt werden.