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Intelligente Autos und Mundgeruchwarner

Toyotas Prototyp eines selbstfahrenden Autos mit künstlicher Intelligenz „Concept-i“ ist am 04.01.2017 auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zu sehen. Foto: Andrej Sokolow//dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Toyotas Prototyp eines selbstfahrenden Autos mit künstlicher Intelligenz „Concept-i“ ist am 04.01.2017 auf der Technik-Messe CES in Las Vegas zu sehen. Foto: Andrej Sokolow//dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Andrej Sokolow (WI)
Las Vegas. Selbtsfahrende Autos, Roboter, Riesenbildschirme, virtuelle Realität: Die Consumer Electronics Show in Las Vegas hat heute ihre Türen geöffnet. Bis zum 8. Januar präsentieren mehr als 3800 Firmen aus der ganzen Welt ihre Innovationen. red/lsc

Gezeigt werden die neuen Produkte auf 240 000 Quadratmetern, das größte Ausstellungsareal, das es bei der CES je gab. Denn in diesem Jahr feiert die Elektronikmesse 50-jähriges Jubiläum.

"Was für eine großartige Art, den fünfzigsten Geburtstag zu feiern; mit dem größten Messeareal in unserer Geschichte, auf dem die nächste Generation von Innovationen zu sehen ist, die die Welt revolutionieren werden", sagt Gary Shapiro, Präsident und geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Consumer Technology Association, die die CES organisiert.

Bereits am Mittwoch Abend kündigte Jen-Hsun Huang, Gründer und geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des Chip- und Grafikkartenherstellers Nvidia, in einer Rede etliche neue Produkte an. Darunter etwa GeForce Now für PC und Mac, mit dem Spiele auf Cloud-PCs und zum Nutzer gestreamt werden sollen. Der Vorteil: Der Computer auf den gestreamt wird, muss nicht über viel Leistung verfügen, sondern lediglich einen HD-Videostream flüssig wiedergeben können. Damit sollen auch Besitzer von älteren und leistungsschwächeren PCs in den Genuss grafisch aufwendiger Spiele kommen können.

Außerdem kündigte Huang einen Supercomputer namens Xavier für Autos mit künstlicher Intelligenz an. Dieser kommt unter anderem auch in Nvidias selbst fahrendem Auto BB8 zum Einsatz. Desweiteren kündigte der Nvidia-Gründer eine enge Zusammenarbeit mit Audi an, um eine neue Generation selbst fahrender Autos zu entwickeln. Der Plan: Schon 2020 sollen die ersten automatisierten Wagen auf der Straße sein.

Autos á la K.I.TT aus Knight Rider und intelligente Trockner

Bei der CES präsentieren sich viele Firmen mit Technikprodukten. Und viele der vorgestellten Neuheiten drehen sich um das Zukunftsprodukt, dass noch in aller Munde und bald vielleicht schon auf allen Straßen ist: Das vollautomische, sich selbst steuernde Auto. Hier einige Beispiele von Firmen und ihren Neuvorstellungen:

BMW ist vor Ort mit einem Prototyp der vollautomatischen BMW-7er-Limousine.

Die Firma Lucaro stellt den medizinischen Massagestuhl iRobotics 7 vor, der den ganzen Körper massiert und für eine bestmögliche und entspannende Massage Blutdruck und Herzfrequenz misst.

Sony hat ein nagelneues LED-Display im Gepäck, dessen LED-Strukturen so fein sind, dass sie einerseits als Lichtquelle genutzt werden können und andererseits kein einziges Pixel für den Nutzer mehr sichtbar sein soll.

Samsung stellt sein intelligentes Wasch- und Trockensystem vor, dass aus vier einzelnen Behältern zum Waschen und Trocknen von Wäsche besteht. So soll Wäsche schnell und effizient sauber und trocken werden.

Toyota präsentiert in Las Vegas Concept-i, ein selbstfahrendes Auto, das den Passagieren erlaubt mit dem Bordcomputer namen "Yui" zu sprechen, der die Bedürfnisse und Gefühle seiner Mitfahrer vorausahnt und reagiert.

Mundgeruchwarner und intelligente Blumentöpfe

Auf der CES gibt es auch einige Kuriositäten, wie www.maclife.de auf seiner Internetseite berichtet.

Dazu gehört beispielsweise der Parrot Pot, ein Blumentopf, der mit einem Sensor Feuchtigkeit und Belichtung überwacht und das Gießen der Pflanze vollautomatisch übernimmt. Bis zu drei Wochen sollen Pflanzen dann ohne menschliches Zutun auskommen.

Und dann ist da Belty, der intelligente Gürtel von der französischen Firma Emiota. Mit einem kleinen Motor in der Schnalle passt sich der Gürtel automatisch dem Bauchumfang an. Beim Hinsetzen lockert sich der Gürtel, beim Aufstehen strafft er sich. Über eine App wird der Bauchumfang eingestellt.

Das Breathometer von Mint hingegen, ist eine Art Mundgeruch-Warner und teilt dem Nutzer mit, ob man Zähne putzen oder einen Kaugummi einwerfen sollte. Nutzer des Gadgets müssen dann zumindest keine Angst mehr vorm ersten Kuss auf dem ersten Date haben.

Eltern dürfen sich zukünftig auf die Entlastung ihrer Arme freuen, denn die Babywiege mamaRoo von der Firma 4moms schaukelt Babys automatisch in den Schlaf. Dafür gibt es fünf verschiedene Bewegungsmuster. Gesteuert werden kann das Ganze per App, entspannt vom Sofa aus.

Quellen: www.ces.tech; www.maclife.de