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Ideale Bedingungen für Hornschlitten-Rekord

Beim traditionellen Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) könnte es in diesem Jahr einen neuen Streckenrekord geben. Der bisherige Bestwert liegt bei 1.25,67 Minuten auf der 1000 Meter langen Distanz.
Beim traditionellen Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen (Bayern) könnte es in diesem Jahr einen neuen Streckenrekord geben. Der bisherige Bestwert liegt bei 1.25,67 Minuten auf der 1000 Meter langen Distanz. FOTO: dpa
Garmisch-Partenkirchen. Zimperlich dürfen sie nicht sein. Die Teilnehmer des traditionellen Hornschlittenrennens von Garmisch-Partenkirchen rasen mit bis zu 90 km/h ins Tal. Die Bedingungen sind so gut wie selten. dpa/pb

Mehrere Dutzend Lastwagen-Ladungen Schnee aus der Umgebung machen es möglich: Das traditionelle Hornschlittenrennen heute, an Heilig-Drei-König, in Garmisch-Partenkirchen kann stattfinden. Christian Herzog vom Hornschlittenverein Partenkirchen rechnet bei Neuschnee und eisigen Temperaturen am heutigen Freitag mit "annähernd optimalen Bedingungen" auf der Piste. "Es könnte sogar einen neuen Streckenrekord geben." Der bisherige Bestwert liegt bei 1.25,67 Minuten.

Bis zu 80 Viererbesatzungen werden am Freitag an den Start gehen, darunter mehrere Frauenteams. Die Veranstalter rechnen mit maximal 6000 Zuschauern, die die wagemutigen Teilnehmer der im Jahr 1970 erstmals ausgetragenen Traditionsveranstaltung lautstark anfeuern.

Außer Konkurrenz geht der weltweit größte Hornschlitten an den Start. Er kommt aus der Schweiz und ist fast fünf Meter lang bei einer Höhe von 2,50 Metern und einer Breite von zwei Metern. Die Rennschlitten sind deutlich kleiner. Das Hornschlittenrennen musste in seiner fast 50-jährigen Geschichte noch nie ausfallen.

Jedes Team tritt mit einem Lenker und drei Fahrern an. Es werden Höchstgeschwindigkeiten von nahezu 90 Kilometern pro Stunde erreicht. Die Distanz der Strecke nahe der Partnachklamm beträgt 1000 Meter bei einem Höhenunterschied von 160 Metern und einem durchschnittlichen Gefälle von 18 Prozent. Nicht selten ziehen sich die Teilnehmer beim Rennen empfindliche Blessuren zu. Seinen Namen hat der Hornschlitten von den nach oben verlängerten Kufen.