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Hurrikan "Matthew" trifft auf Haiti – schwere Schäden befürchtet

Besonders die Menschen in den Slums sind dem Hurrikan nahezu hilflos ausgeliefert.
Besonders die Menschen in den Slums sind dem Hurrikan nahezu hilflos ausgeliefert. FOTO: dpa
Port-au-Prince. Hurrikan "Matthew" ist mit voller Kraft auf Haiti getroffen. Im Westen des Landes seien mehrere Ortschaften teilweise überschwemmt worden, teilte der Zivilschutz am Dienstag mit. dpa/ik

Tausende Menschen suchten Schutz. In der Hauptstadt Port-au-Prince kam das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen. Schulen und Geschäfte wurden geschlossen.

"Matthew" war am frühen Morgen (Ortszeit) nahe dem Ort Les Anglais auf Land getroffen. Der Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 230 Kilometern pro Stunde brachte starken Regen, heftigen Wind und hohe Wellen mit sich.

Die Regierung und das Rote Kreuz mobilisierten Tausende freiwillige Rettungskräfte. Auch internationale Hilfsorganisationen brachten sich in Stellung. "Wir bereiten alles für einen schnellen Nothilfeeinsatz vor", sagte der Leiter der Auslandshilfe des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB), Carsten Stork.

In dem völlig verarmten Karibikstaat wurden schwere Schäden befürchtet. "In Haiti wurden viele Regionen stark gerodet. Der Hurrikan bringt mit bis 600 Millimeter pro Quadratmeter extreme Regenmengen mit, sodass neben Sturmschäden vor allem die Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen extrem hoch ist", sagte Stork.

Bislang kamen in der Karibik mindestens drei Menschen durch "Matthew" ums Leben.