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Hunderte Unfälle, bis 31 Grad Minus

Berlin. Blitzeis und Temperaturen tief im Minusbereich setzen Deutschland zu. Autofahrer kommen ins Rutschen, Fußgänger stürzen auf Gehwegen, Wasserrohre platzen. Sogar die Zoos haben zeitweilig Zwangspause. dpa/hil

. Arktische Kälte mit bis zu minus 31 Grad und viele Hundert Glätteunfälle: Der Winter hat Deutschland am Wochenende richtig in die Mangel genommen. Jetzt wird es zwar wieder wärmer, dennoch kann es in der kommenden Woche vielerorts rutschig werden.

Das abziehende Tief "Axel" lässt nicht nur schwere Sturmschäden an der Ostseeküste zurück. Viele Menschen sind auch auf spiegelglatten Bürgersteigen ausgerutscht und haben sich verletzt. Klempner müssen unzählige geplatzte Wasserrohre reparieren. Eine Reihe von deutschen Zoos blieb wegen Eisflächen auf den Gehwegen geschlossen, unter anderem in Hamburg, Duisburg und Krefeld.

Am schlimmsten trafen Glätte, Blitzeis und Schnee die Autofahrer. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei rund 1500 Verkehrsunfälle auf spiegelglatten Straßen. In Niedersachsen gab es 630 Unfälle, es gab einen Toten und Schwerverletzte.

In der Nähe von Hannover starb ein Autofahrer am Samstagabend nach einem schweren Glätteunfall. In NRW wurden bei einer Karambolage auf der eisglatten Autobahn 46 nahe Iserlohn mindestens sechs Menschen verletzt, darunter mehrere Kinder. Fünf Autos waren an dem Unfall beteiligt.

Das Wochenende hatte mit der bisher kältesten Nacht dieses Winters begonnen. Eine Station von Jörg Kachelmann im sächsischen Marienberg-Kühnhaide meldete am Samstagmorgen minus 31,4 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) maß die niedrigsten Temperaturen an zwei seiner Stationen in Bayern: minus 26 Grad in Reit im Winkl und Schorndorf.

Für die Lausitz und den Südosten sagen die Meteorologen bis Dienstag Dauerfrost zwischen minus fünf und minus 20 Grad vorher. Je nach Höhenlage gibt es Schnee oder Regen. Von Mittwoch an müsse die Küste wieder mit Sturmböen rechnen.