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| 02:38 Uhr

Horrorszenario im Nebel auf der A7

Schreckensbild auf der A7.
Schreckensbild auf der A7. FOTO: dpa
Bad Grönenbach/Rheinböllen. Schreckliches Unglück in der Silvesternacht: Im dichten Nebel fahren auf der A7 mehrere Fahrzeuge ineinander. Die ersten Zusammenstöße gehen noch glimpflich aus – dann krachen zwei Autos mit jungen Menschen an Bord in die Unfallstelle. dpa/ik

Bei einer Massenkarambolage im dichten Nebel auf der Autobahn 7 im Allgäu sind in der Silvesternacht sechs Menschen gestorben, darunter Teenager. Zehn Menschen wurden verletzt, wie die Polizei Schwaben Süd/West am Sonntag mitteilte. Etwa gegen ein Uhr kollidierten nahe Bad Grönenbach drei Sattelzüge und neun Autos. Zunächst waren nach bisherigen Erkenntnissen die Lastwagen und mehrere Autos in den Unfall verwickelt, wie ein Polizeisprecher am Mittag sagte. "Das ging wohl relativ glimpflich aus." Doch dann krachte ein Pkw mit fünf Menschen in die Unfallstelle. Später folgte noch der Wagen eines 23-Jährigen, der alleine im Auto unterwegs war. Diese sechs Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben.

Das mit fünf Leuten besetzte Auto hatte den Angaben zufolge ein 22-Jähriger gesteuert. Bei ihm im Wagen saßen vier junge Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Die Opfer stammen aus den Landkreisen Unterallgäu und Neu-Ulm sowie aus Memmingen. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, ebenso Kriseninterventionsteams. Die Polizei stoppte den Verkehr auf der A7 zunächst komplett. In Fahrtrichtung Ulm blieb sie wegen der Rettungsarbeiten bis in den Nachmittag gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere Hunderttausend Euro.

Am Donnerstag hatte der ADAC seine Prognose veröffentlicht, wonach die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen 2016 auf einen Tiefststand gesunken sein dürfte. Der Berechnung des Autoclubs zufolge starben rund 3280 Menschen auf den Straßen in der Bundesrepublik, 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Diesem Trend entgegengesetzt gab es in Bayern mit 528 Todesopfer einen leichter Anstieg.

Die Falschfahrt eines 19-Jährigen hat am Neujahrsmorgen auf der Autobahn 61 in Rheinland-Pfalz zwei Menschen das Leben gekostet. Der junge Mann aus dem Raum Bad Kreuznach fuhr kurz vor sechs Uhr aus noch ungeklärter Ursache falsch in Richtung Mainz, als er mit seinem Wagen bei Rheinböllen auf ein anderes Fahrzeug prallte. Darin starb eine 33-jährige Frau aus der Region Koblenz, die mit Mann und zwei Kindern auf dem Weg in den Winterurlaub war. Der Geisterfahrer, allein unterwegs, kam ebenfalls ums Leben.