ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:47 Uhr

Hochzeit des Jahres in Luxemburg

Luxemburg. Luxemburg feiert sein Thronfolger-Paar. Die Hochzeit war prachtvoll, die Stimmung schäumte über. Prinz Guillaume und Gattin Stéphanie zeigten sich als neue royale Super-Stars. dpa

Es war ein Fest, wie es Luxemburg noch nie erlebt hatte: Zehntausende jubelten dem Thronfolger und seiner frisch angetrauten Frau, Prinzessin Stéphanie, zu - als diese endlich zum ersten öffentlichen Kuss auf dem Balkon des Palastes erschienen. Mit einer prachtvollen Bilderbuchhochzeit am Samstag in der Hauptstadt des Landes eroberten sie nicht nur die Herzen der rund 500 000 Luxemburger im Sturm. Sie wurden zugleich zu einem neuen Traumpaar des europäischen Hochadels auf Augenhöhe mit dem royalen Nachwuchs aus Schweden, Dänemark, Norwegen und Spanien. Im Großherzogtum lief die Party für alle bis spät in die Nacht.

Vor allem Stéphanie war der Star. Mit der Hochzeit mit Prinz Guillaume ist die 28-Jährige Prinzessin und Erbgroßherzogin von Luxemburg geworden. Sie hat schon viele Fans. "Ich finde sie so toll, weil sie so jung und dynamisch ist", sagte ein Luxemburger. Und volksnah: Nach der standesamtlichen Hochzeit redete sie mit Kindern am Straßenrand und gab ihnen Küsschen auf die Wangen. Unbefangen, unkompliziert und offen strahlte sie den winkenden Bürgern zu. An der Seite von Guillaume will sie sich sozial engagieren, vor allem für einsame Menschen. Und viele Kinder bekommen. Mit der Heirat ist die belgische Gräfin Luxemburgerin geworden.

1400 Gäste erlebten eine Hochzeitszeremonie der großen Gefühle. Jeder merkte, dass Prinzessin Stéphanie der Tod ihrer Mutter vor nur zwei Monaten noch sehr naheging. Alix de Lannoy war im Alter von 70 Jahren nach einem Schlaganfall gestorben. In einer Schweigeminute für ihre Mutter im Gottesdienst schluckte die junge Braut mehrmals. Immer wieder suchte Erbgroßherzog Guillaume (30) ihre Nähe und streichelte ihr mit dem Daumen über den Handrücken. In Erinnerung an ihre Mutter trug Stéphanie auch den Verlobungsring ihrer Mama - und sah öfter traurig aus. Beim Jawort aber zeigte sie sich froh.

Zur Prinzenhochzeit waren Mitglieder von zahlreichen Königshäusern angereist: Könige und Königinnen aus Norwegen, Dänemark, den Niederlanden, Schweden und Belgien. Plus die nächste Generation der Royals - die Thronfolger vieler Länder. Insgesamt 25 Häuser waren vertreten. Eine große Ehre für ein kleines Land. Nur einen Wermutstropfen gab es: Enttäuschung darüber, dass Prinz Charles und Camilla aus London nicht unter den Gästen waren. Dafür hielten Prinz Edward und Prinzessin Sophie aus Wessex die Stellung. Die Vermählten fuhren mit einer schweren Limousine davon, über deren Kofferraum ein Bettlaken mit den Worten "Frisch verheiratet" hing und hinter dem bunte Konservendosen schepperten. Jetzt geht es in die Flitterwochen. Wohin, ist noch geheim.

Gezackt Fotos: dpa
Gezackt Fotos: dpa