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Münchner Mordkommission ermittelt
Hilfspfleger in zweitem Mordfall dringend tatverdächtig

Die Polizei schließt eine natürliche Todesursache aus (Symbolbild).
Die Polizei schließt eine natürliche Todesursache aus (Symbolbild). FOTO: Gerhardt Seybert
Exklusiv | München. Nach der Verhaftung eines Hilfspflegers in München ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei in einem zweiten Fall wegen Mordverdachts gegen den Mann. Ein Pflegebedürftiger im Landkreis Kitzingen sei während der dreitägigen Betreuung durch den 36-Jährigen im Januar gestorben, erklärten die Ermittler am Dienstag.

Die Leiche des 84-Jährigen sei exhumiert und obduziert worden. Bei den Untersuchungen seien Auffälligkeiten festgestellt worden, die einen dringenden Tatverdacht begründeten, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wimmer. Eine natürliche Todesursache könne ausgeschlossen werden.

Der Pole war festgenommen worden, weil er Mitte Februar in Ottobrunn bei München einen 87 Jahre alten Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben soll. Die Polizei hatte bei dem Beschuldigten zwei EC-Karten des Rentners samt Geheimnummern gefunden. Die Ermittler hatten mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach weiteren Opfern gesucht.

(oko)