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| 18:16 Uhr

Häuser zerstört, Wege abgesackt, Keller unter Wasser
Unwetter beuteln Norden

In Hamburg-Lohbrügge wurde der Parkplatz eines Mehrfamilienhauses weggespült. Zurück blieb ein Loch, in das ein Auto stürzte. Die Bewohner mussten raus aus dem Haus. In Hamburg-Bergedorf wurden Gehwege unterspült, geparkte Autos sackten ab. 
In Hamburg-Lohbrügge wurde der Parkplatz eines Mehrfamilienhauses weggespült. Zurück blieb ein Loch, in das ein Auto stürzte. Die Bewohner mussten raus aus dem Haus. In Hamburg-Bergedorf wurden Gehwege unterspült, geparkte Autos sackten ab.  FOTO: dpa / Daniel Bockwoldt
Hamburg/Oststeinbek. Einsatzkräfte mit Beseitigung der Schäden beschäftigt. Mehrere Häuser unbewohnbar.

   Nach dem schweren Unwetter am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) in Teilen von Hamburg und Schleswig-Holstein haben am Freitagmorgen die Aufräumarbeiten begonnen.

Fast 2000 Mal waren die Einsatzkräfte am Donnerstag ausgerückt. Verletzt wurde niemand, aber es bleiben erhebliche Sachschäden zurück. Mehrere Familien haben ihr Zuhause verloren. Sintflutartige Regenfälle hatten am Donnerstag Straßen und Keller unter Wasser gesetzt und zwei Häuser unterspült. In Oststeinbek (Landkreis Stormarn) waren Einsatzkräfte auch am Freitag noch dabei, eine bis zur Decke vollgelaufene Tiefgarage mit Spezialgerät leerzupumpen.

In dem 9000-Einwohner-Ort seien innerhalb einer Viertelstunde rund 150 Anrufe bei den Einsatzkräften eingegangen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Es habe mehr als 200 Einsätze gegeben. Fünf historische Häuser mussten evakuiert werden. Eines der Gebäude wurde so stark unterspült, dass die Seitenwand einstürzte. Das Haus sei unbewohnbar und stark einsturzgefährdet.

Auch die 22 Bewohner eines Mehrfamilienhauses in Hamburg-Lohbrügge verloren ihr Zuhause. Der Parkplatz vorm Haus wurde komplett weggespült. Zurück blieb ein großes Loch, in das ein Auto stürzte. Eine Keller- und eine Außenwand seien unterspült worden, teilte die Feuerwehr mit – das Gebäude sei ebenfalls stark einsturzgefährdet. Im benachbarten Havighorst stand eine Tiefgarage bis zu drei Meter unter Wasser.

In Bergedorf flossen Wassermassen einen Hügel hinunter und unterspülten Gehwege, ganze Gehwegplatten wurden weggerissen. Keller dortiger Einfamilienhäuser liefen voll, Autos blieben stehen, da Wasser in die Motoren gelaufen war.

Nicht nur im Norden auch in der Mitte Deutschlands schlug das Unwetter zu. In Ortschaften rund um Fulda standen in der Nacht zum Freitag mehrere Straßen unter Wasser, Keller liefen voll. In einigen Häusern sei Heizöl ausgelaufen, berichtete die Polizei. In Thüringen entstanden bei heftigen Regenfällen am Feiertag 60 000 Euro Schaden, weil Keller überflutet wurden. Betroffen war der Ort Schönbrunn. Überschwemmungen gab es auch in Goslar im niedersächsischen Teil des Harzes.

dpatopbilder - 10.05.2018, Hamburg: Autos stehen nach einem Unwetter an einer unterspülten Straße in Hamburg-Bergedorf. Foto: Florian Büh/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
dpatopbilder - 10.05.2018, Hamburg: Autos stehen nach einem Unwetter an einer unterspülten Straße in Hamburg-Bergedorf. Foto: Florian Büh/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ FOTO: dpa / Florian Büh