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| 16:14 Uhr

Gifthavarie am Hauptbahnhof Magdeburg - Leck im Waggon repariert

Magdeburg. Eine giftige Flüssigkeit tropft aus einem Kesselwaggon. Für Stunden muss der Hauptbahnhof Magdeburg am Samstag abgeriegelt werden. Später geht die Fahrt für den Waggon weiter. (dpa/sa)

Eine giftige Chemikalie ist am Samstag aus einem Kesselwaggon am Hauptbahnhof Magdeburg ausgelaufen. Für Stunden musste das Areal im Herzen der Landeshauptstadt gesperrt werden, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin am Sonntag sagte. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war vor Ort. Bei der giftigen Flüssigkeit habe es sich um Methylbutylether gehandelt, einen Zusatzstoff zu Benzin. Es dient als Klopfschutzmittel. Beim Einatmen kann es nach Angaben der Bundespolizei zu Übelkeit und Erbrechen führen. Verletzt wurde niemand.

Der Waggon gehörte zu einem Güterzug, der von Duisburg auf dem Weg nach Tschechien war. Das Leck in dem Tank sei gegen 8.36 Uhr entdeckt worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Magdeburg. Reisende mussten sofort den Bahnhof verlassen. Knapp 50 Züge waren nach Angaben der Deutschen Bahn bis mittags von der Sperrung betroffen. Es gab Umleitungen und Verspätungen.

Fachleute hätten den Waggon später nach Magdeburg-Rothensee transportiert und repariert, sagte der Bahnsprecher. Der Zug habe anschließend seine Fahrt nach Tschechien fortgesetzt. Die Chemikalienhavarie traf die Deutsche Bahn in einer ihrer schwachen Stunden. Am Samstag hatte ein bundesweiter Warnstreik der Lokführer den Zugverkehr ohnehin in Sachsen-Anhalt stark behindert.