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| 14:50 Uhr

Untersuchungsausschuss in Stuttgart
Früherer Neonazi streitet Waffenbeschaffung für NSU ab

Die erste Tatwaffe der sogenannten "Ceska-Mordserie". Sie wurde bei den Ermittlungen gegen die NSU gefunden.
Die erste Tatwaffe der sogenannten "Ceska-Mordserie". Sie wurde bei den Ermittlungen gegen die NSU gefunden. FOTO: dpa
Ein aus dem Südwesten Deutschlands stammender früherer Neonazi hat bestritten, indirekt an der Waffenbeschaffung für den rechtsterroristischen NSU beteiligt gewesen zu sein.

Der Zeuge zeigte sich bei seiner Befragung im NSU-Untersuchungsausschuss des baden-württembergischen Landtags am Montag in Stuttgart schmallippig und gab an, dass er bedroht werde - angeblich von staatlichen Stellen. "Man hat mir im Wald mehrfach aufgelauert."

Der Ausschuss schenkte ihm allerdings wenig Glauben. FDP-Obmann Nico Weinmann sagte: "Sie bauen hier ein Szenario auf, um ihr Erinnerungsvermögen zu schonen."

Der Untersuchungsausschuss geht der Frage nach, welche Verbindungen des NSU zu Baden-Württemberg bestanden. Dem rechtsterroristischen "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) werden von 2000 bis 2007 zehn Morde zugerechnet - an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft und an der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn.

(gaa)