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| 18:40 Uhr

Kontra zur 13. Staffel auf RTL 2019
Fünf Gründe, warum das Dschungelcamp verzichtbar ist

 Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sind die Moderatoren der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Die 13. Staffel der Dschungelshow startet am 11.Januar 2019 bei RTL. Das Foto stammt von Stefan Menne/RTL/dpa.
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sind die Moderatoren der RTL-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“. Die 13. Staffel der Dschungelshow startet am 11.Januar 2019 bei RTL. Das Foto stammt von Stefan Menne/RTL/dpa. FOTO: dpa / Stefan Menne
Cottbus. Es ist die 13. Staffel. Das RTL-Dschungelcamp nervt uns also schon seit 2004! Der Sendungstitel – Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! – stimmt schon lange nicht mehr. Aus diesen fünf Gründen brauchen Sie den Fernseher nicht einzuschalten. Von Oliver Haustein-Teßmer

RTL-Dschungelcamp: das war früher ein Muss für Freundinnen und Freunde des unterhaltsamen, aber ekligen Fernsehens. Ist aber schon lange her: Früher waren die Stars wirkliche Stars, der Dschungel noch neu und aufregend, und es gab – lecker, lecker – Känguruhoden.

Zum Essen, natürlich! Und jetzt? Es gibt kaum Gründe, die Fernsehshow in der 13. Staffel ab 11. Januar 2019 noch einzuschalten. Warum, schreibe ich Ihnen hier auf.

Grund 1: Dirk Bach (1961-2012)

1. So schön wie einst mit Dirk Bach und Sonja Zietlow als Moderatoren-Duo wird es nie mehr. Unfassbare Klamotten und super Sprüche. Beispiel aus der ersten Staffel: „Wir haben jetzt ein Camp, das heißt Prominenten-Entzug: kein Kaffee, kein Alkohol – alles, was Promis so zu sich nehmen, wenn sie sich ans Steuer setzen...“ (zitiert nach RP Online).

Dirk Bach ist leider ist leider 2012 im Alter von 51 Jahren gestorben, er war ein begnadeter Entertainer und Schauspieler.

Grund 2: Costa Cordalis (Schlager-Star)

2. Dirk Bach konnte damals mit Recht noch von Promis reden. Beispiel: Der erste Dschungelkönig war Costa Cordalis!

Ja, genau. Der Schlagerstar. Richtig: ein echter Star. Wen soll man heute nehmen? Evelyn Burdecki? Felix van Deventer? Hä? Genau. Kennt keiner. Na ja, zumindest ich nicht, da bin ich raus.

Grund 3: Daniel Küblböck (vermisst)

3. Als Kreisch-Teenager schaffte es Daniel Küblböck 2004 ins Finale vom ersten Dschungelcamp. Er war Unternehmer und Schauspieler.

Seit dem 9. September 2018 gilt die vielleicht größte Dschungelcamp-Entdeckung als verschollen. Küblböck war auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs. Das ist eine traurige Sache.

 Vermisst: Daniel Küblböck, hier als Teilnehmer der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ 2015.
Vermisst: Daniel Küblböck, hier als Teilnehmer der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ 2015. FOTO: dpa / Rolf Vennenbernd

Aber: Küblböck hat im Kampf gegen einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen bei allen Dschungelcamp-Fans. Daniel im Kakerlakenbad (Link zu zur Stuttgarter Zeitung)! Unvergessen.

Wer von den heutigen Dschungelcamp-„Stars“ reicht da schon heran? Immerhin will einer der Kandidaten (kannte ich nicht, die Stimme von Alf, teilt RTL mit) eine Gedenkveranstaltung im Dschungel abhalten.

Grund 4: Sibylle Rauch (Abteilung Erotik)

4. Erotik-Ikone: So muss Sibylle Rauch (ok, sie war mal ein Star, „Eis am Stiel“, „Drei Lederhosen in St. Tropez“ und so Zeug für Jugendliche aus den 70er Jahren) bei RTL betitelt werden, sonst weiß keiner Bescheid. Erotisches war natürlich immer ein IBES-Thema, aber was hat das mit Frau Rauch zu tun?

Grund 5: Früher war alles besser

5. Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Habe ich längst gemacht: Keine der letzten Staffeln habe ich komplett geguckt.

Ok, das heißt, ich habe eben doch ein bisschen geguckt und werde es auch diesmal wieder tun, Moderator Daniel Hartwich ist auch nicht so schlecht mit Frau Zietlow... Aber das ist ein anderes Thema.

Und in diesem Fall trifft für das RTL-Dschungelcamp zu, was sonst immer nur als nerviger Spruch der alten Besserwisser und Nörgler durchgeht: „Früher war alles besser.“

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