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| 18:40 Uhr

Pro zur 13. Staffel der RTL-Show IBES
Fünf Gründe, warum man das Dschungelcamp sehen muss

 Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sind die Moderatoren der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Die 13. Staffel der Dschungelshow startet am 11. Januar 2019 bei RTL. Dieses Foto hat Stefan Menne/RTL/dpa gemacht.
Sonja Zietlow und Daniel Hartwich sind die Moderatoren der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Die 13. Staffel der Dschungelshow startet am 11. Januar 2019 bei RTL. Dieses Foto hat Stefan Menne/RTL/dpa gemacht. FOTO: dpa / Stefan Menne
Cottbus. Woher wissen eigentlich alle schon vorher, dass die 13. Staffel des RTL-Hits „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ schlecht ist? Das Format zieht immer noch, und es gibt auf jeden Fall diese fünf Gründe, ab 11. Januar 2019 Dschungelcamp zu gucken. Von Bettina Friedenberg

Viele betrachten das Dschungelcamp als völlig verzichtbar, als deutliches Zeichen des allgemeinen Kulturverfalls. Niemals würden sie so etwas angucken. Aber woher wissen sie dann, dass das Format so unterirdisch schlecht ist?

Grund 1: Aus Protest Dschungelcamp gucken

Und von welcher Kultur sprechen wir eigentlich? Gibt es nur die gute „Hochkultur“, die sich nur mit schöngeistiger Literatur, bildenden Künsten, Theater und Open befasst?

Im Gegensatz zur schlechten „Niedrigkultur“, die dann den ganzen Rest von Graffiti über Poetry bis Schlager und Dschungelcamp vereint?

Grund 2: Aus Neugier Dschungelcamp gucken

Wer – wie ich - in den Medien arbeitet, sollte wissen, was Hunderttausende interessiert und sich selbst eine Meinung bilden.

Grund 3: Aus Lust Dschungelcamp gucken

Und zwar die Lust am Staunen über die ungebremste Lust diverser Halb- oder Gar-nicht-Promis, sich komplett zu entblöden. Um echte Stars geht’s schon lange nicht mehr, obwohl RTL etwa alle zwei Jahre zumindest wenigsten einen halbwegs bekannten Menschen fürs Format gewinnen kann.

Leider sind die oft die langweiligsten Campteilnehmer: Ich erinnere nur an Helmuth Berger, der drei Tage lang körperlich zwar körperlich anwesend, ansonsten aber besorgniserregend war.

Und mal ganz ehrlich: Einem echten Star wollen wir die ganzen Torturen doch gar nicht zumuten. Dann doch lieber die von Staffel zu Staffel bedeutungsloser werdenden Teilnehmer. Die sind durch ihr oft wirres Reden und Tun zumindest erstaunlich und bleiben über Wochen bundesweites Thema.

Grund 4: Aus Gewohnheit weiter Dschungelcamp gucken

Als die erste Staffel 2004 ausgestrahlt wurde, war ich Schlussredakteurin einer Zeitung in Berlin. Meine Chefs hatten mich beauftragt, die Sendung live zu sehen und direkt für Zeitung am nächsten Tag zusammenzufassen und zu kommentieren.

Anfangs habe ich’s gehasst. Daniel Küblböck im Kakerlaken-Sarg verursachte beinahe Brechreiz. Aber spätestens seit dem Zickenkrieg zwischen Dolly Buster und Désirée Nick kam Tempo in die Angelegenheit.

Grund 5: Das Dschungelcamp macht immer noch Spaß

Weil man sich am nächsten Tag mit anderen über den erstaunlichen Unfug der am Vorabend gezeigten Sendung austauschen und herzhaft darüber lachen kann. Wenn man darüber lachen kann.

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