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| 13:48 Uhr

Rückruf von Antibabypille betrifft längerem Zeitraum
Fehler bei „Trigoa“-Einnahme und unerwünschte Schwangerschaften

Anti-Babypillen sind das am häufigtsne genutzte Verhütungsmittel. Pillen der Marke „Trigoa“ sind jetzt zurückgerufen worden.
Anti-Babypillen sind das am häufigtsne genutzte Verhütungsmittel. Pillen der Marke „Trigoa“ sind jetzt zurückgerufen worden. FOTO: dpa / Carsten Rehder
Berlin. Achtung, der Rückruf der Antibaby-Pille „Trigoa“ betrifft einen längeren Zeitraum als bisher bekannt. Apotheker und Ärzte sollen Frauen darüber „aktiv informiert werden“.

Es drohen Fehler bei der Einnahme und unerwünschte Schwangerschaften: Der Rückruf der Antibabypille „Trigoa“ betrifft wohl einen drei Tage längeren Zeitraum als bisher bekannt. Laut einem am Montag auf der Webseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlichten Hinweis an Apotheker und Ärzte sind Frauen über den Rückruf „aktiv zu informieren“, die zwischen dem 27. November und dem 6. Dezember ein entsprechendes Rezept eingelöst haben könnten.

Am Freitag hatte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) als zuständige Aufsichtsbehörde des Herstellers Pfizer noch mitgeteilt, dass Frauen das Medikament über Apotheken zurückgeben sollen, die das Verhütungsmittel zwischen 27. November und 3. Dezember erhalten haben.

Nach Behördenangaben wurden bei den „Trigoa“-Chargen X34106, X51153 und W98332 die Durchdrückpackungen falsch bedruckt. Das kann dazu führen, dass Frauen die unterschiedlich dosierten Pillen in der falschen Reihenfolge nehmen. Es bestehe das Risiko ungewollter Schwangerschaft, hieß es.

Der Rückruf könne auch Frauen betreffen, denen die Pille vor dem 27. November verschrieben wurde, weil Rezepte bis zu drei Monate beliefert werden könnten, hieß es in den vom BfArM veröffentlichten Informationen.

Wie viele Packungen den Fehler aufweisen, sagt der Hersteller zunächst nicht. Am Wochenende war von „einer niedrigen Anzahl“ die Rede. Am Montag teilte eine Pfizer-Sprecherin mit, weitere Informationen seien derzeit nicht geplant. Auch von der Berliner Behörde gab es am Montag auf Anfrage zunächst keine näheren Angaben.

(dpa/uf)