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| 02:39 Uhr

Fabrikbesitzer nach Explosion mit Toten in Bangladesch angezeigt

Dhaka. Wieder ein schwerer Arbeitsunfall in Bangladesch: Mehr als 30 Menschen sterben bei einem Brand in einer Fabrik für Verpackungen. Neue Zweifel an der Arbeitssicherheit in dem südasiatischen Land werden laut. dpa/pb

Nach einer Explosion und mehr als 30 Toten in einer Verpackungsfabrik in Bangladesch hat der Vater eines Opfers den Fabrikbesitzer und sieben weitere Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung angezeigt. Das bestätigte Feroz Talukder von der Polizei in der Hauptstadt Dhaka am Montag. Demnach richtet sich die Anzeige gegen den Vorstandsvorsitzenden der Betreibergesellschaft Tampaco Foils.

Am Samstagmorgen war in dem vierstöckigen Fabrikgebäude im Industriegebiet Tongi rund 20 Kilometer nördlich von Dhaka nach einer Explosion ein Feuer ausgebrochen. Das Gebäude stürzte schließlich ein.

Bis Montagmittag betrug die Zahl der Todesopfer laut Behörden 33, mehr als 50 Menschen wurden mit teils schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Elf der Arbeiter wurden noch vermisst, allerdings waren auch noch nicht alle der Todesopfer identifiziert.

Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von Unglücken in Fabriken in dem südasiatischen Land. Kritiker machen den hohen Preisdruck westlicher Firmen auf den Exportsektor Bangladeschs für mangelnde Sicherheit in den Fabriken verantwortlich.