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Skandal um Filmproduzenten
Ex-Weinstein-Assistentin klagt wegen "unablässiger Belästigung"

Eine frühere persönliche Assistentin von Filmproduzent Harvey Weinstein hat ihren ehemaligen Arbeitgeber verklagt. Der Vorwurf: "unablässige sexuelle Belästigung".

Sie leide wegen Weinsteins Verhalten unter "schwerer emotionaler Pein", machte die Frau in ihrer am Donnerstag (Ortszeit) bei einem US-Bundesgericht eingereichten Klage geltend. Sie arbeitete von Februar 2013 bis Februar 2015 für Weinstein.

Nach eigenen Angaben musste sie für Weinstein eine Wohnung für seine sexuellen Affären in der Nähe seines New Yorker Büros einrichten und Sperma von der Couch in seinem Büro wischen. Zudem sei sie unerwünschten Berührungen Weinsteins ausgesetzt gewesen und von ihm zum Diktat gerufen worden, während er nackt gewesen sei. Eine Sprecherin Weinsteins sagte, dieser weise die Angaben der Frau kategorisch zurück.

Filmproduzent Weinstein werden von zahlreichen Frauen sexuelle Nötigung und Vergewaltigung vorgeworfen. Die Vorwürfe gegen ihn waren Ausgangspunkt der #MeToo-Welle, in deren Verlauf immer mehr Schauspielerinnen männlichen Kollegen übergriffiges Benehmen vorwarfen.