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Er liebte das Kino und prägte es mit

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ZUr Person. Er drehte schon zur Stummfilmzeit und dachte bis zuletzt nicht an Ruhestand. Manoel de Oliveira, oft mit dem Attribut "ältester aktiver Filmregisseur der Welt" versehen, antwortete noch vor einem Vierteljahr auf die Frage, ob er Pläne für neue Filme habe: "Natürlich. dpa/sm

" Am Donnerstag ist der Portugiese im Alter von 106 Jahren in seiner Heimatstadt Porto gestorben.

Nicht nur für Liebhaber des Autorenkinos war de Oliveira stets aktuell - auch die Größen der Filmwelt lagen ihm zu Füßen. "Er ist eine Naturgewalt", sagte US-Star John Malkovich über ihn. "Hoch lebe das Kino!", rief de Oliveira mit fester Stimme, als ihm im vergangenen Dezember zu seinem 106. Geburtstag der höchste französische Orden verliehen wurde, der Grand Officier de la Légion d'Honneur. Als "genialer Regisseur" mit "radikaler Modernität" wurde er damals gewürdigt. Sein letzter Film "O Velho do Restelo" (der Alte aus Restelo) wurde im September 2014 in Venedig uraufgeführt.

De Oliveira wurde am 11. Dezember 1908 in Porto in einer reichen Familie geboren. Die Karriere des einstigen Sportlers, Autorennfahrers und Portweinwinzers begann 1930 mit einem Stummfilm über den Fluss Douro, dem ersten einer ganzen Reihe von Dokumentarfilmen. Sein erster Spielfilm, "Aniki-Bobó" (1942), erzählt eine melodramatische Liebesgeschichte unter Straßenkindern und löste in Portugal Proteste wegen angeblicher Amoralität aus.

Weitere bekannte Werke sind "Der Leidensweg Jesu in Curalha" (1963), "Am Ufer des Flusses" (1993), "Reise zum Anfang der Welt" (1997), "Ich geh nach Hause" (2001) und "Die Eigenheiten einer jungen Blondine" (2009). Er drehte mit Stars wie Catherine Deneuve, Malkovich oder Marcello Mastroianni. Bei seinen Filmen führte er nicht nur Regie, sondern war fast immer auch beim Drehbuchschreiben, beim Schnitt und als Produzent aktiv.

Viele Kenner stellten de Oliveira auf eine Stufe mit Film-Granden wie Luis Buñuel, Jean-Luc Godard oder Federico Fellini. Wim Wenders, der de Oliveira in seinem Film "Lisbon Story" (1994) auftreten ließ, bezeichnete den Portugiesen einmal als "größtes Vorbild".

De Oliveira war seit 1940 mit Maria Isabel Brandao de Meneses de Almeida Carbalhais verheiratet und hatte vier Kinder.