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| 16:00 Uhr

Vom afghanischem Ex-Freund erstochen
Ein Jahr danach: Erinnern an getötete Mia aus Kandel

 28. Dezember 2017: Eine Skulptur in Form zweier Handflächen mit der Aufschrift „Mia warum?“ und eine Rose liegen vor dem Drogeriemarkt in Kandel (Rheinland-Pfalz), in dem ein 15-jähriges Mädchen im Dezember 2017 von ihrem Ex-Freund erstochen wurde.
28. Dezember 2017: Eine Skulptur in Form zweier Handflächen mit der Aufschrift „Mia warum?“ und eine Rose liegen vor dem Drogeriemarkt in Kandel (Rheinland-Pfalz), in dem ein 15-jähriges Mädchen im Dezember 2017 von ihrem Ex-Freund erstochen wurde. FOTO: dpa / Andreas Arnold
Kandel. Genau ein Jahr ist es jetzt her: Am 27. Dezember 2017 wird die 15-jährige Mia aus Kandel von einem afghanischen Jugendlichen erstochen. Mit stillem Gedenken wird heute daran erinnert. Am Abend formieren sich Flüchtlingsgegner.

Ein Jahr nach dem tödlichen Messerangriff auf die 15-jährige Mia in Kandel erinnert der Ort in Rheinland-Pfalz an diesem Donnerstag an das Mädchen. Die evangelische Gemeinde hat die Bürger am Nachmittag zum stillen Gedenken in der St. Georgskirche aufgerufen. Vorgesehen sind das Entzünden von Kerzen und keine Reden. Am Jahrestag sollte die Kommune die Chance haben, zur Ruhe zu kommen, sagte Bürgermeister Volker Poß.

Hingegen wollen Demonstranten bei einer Kundgebung im Ort am Abend unter anderem gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung protestieren. Angemeldet sind etwa 200 Teilnehmer. Etwa 200 Sicherheitskräfte werden erwartet. In den vergangenen Monaten hatten rechte und linke Gruppen wiederholt in Kandel demonstriert. Viele Bürger der Verbandsgemeinde werfen vor allem dem rechten Lager vor, das Verbrechen politisch zu instrumentalisieren.

Das Landgericht Landau hatte den Angeklagten Abdul D. im September wegen Mordes und Körperverletzung zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der wohl aus Afghanistan stammende Flüchtling am 27. Dezember 2017 seine Ex-Freundin Mia erstochen hatte. Da er zum Tatzeitpunkt möglicherweise minderjährig war, erging das Urteil nach Jugendstrafrecht. Das Urteil ist rechtskräftig.

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(dpa)