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| 06:28 Uhr

Sturmtief zieht durch die Region
„Eberhard“ wirbelt durch die Lausitz

 Einsatzkräfte der Feuerwehr sägen am Sonntag in Köln eine Straße frei.  Foto: Federico Gambarini
Einsatzkräfte der Feuerwehr sägen am Sonntag in Köln eine Straße frei. Foto: Federico Gambarini FOTO: dpa / Federico Gambarini
Leipzig. Sturmtief zieht mit Orkanböen über Deutschland. Bahnverkehr ist eingeschränkt. Von Christian Schenk

Der Deutsche Wetterdienst hat am Sonntag vor dem nächsten Sturm in Brandenburg und Sachsen gewarnt. Für den späten Sonntagabend wurden schwere Sturmböen oder sogar orkanartige Böen in der Lausitz erwartet.

Die Deutsche Bahn hatte den Fernverkehr Richtung Nordrhein-Westfalen am Sonntagnachmittag bereits vorsorglich eingestellt. Auch in den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz hielt die Bahn ihre Züge an Bahnhöfen zurück. Wegen möglicher Beeinträchtigen im Regionalverkehr durch Sturmschäden wies die Bahn auf Informationen auf www.bahn.de hin. In den drei Ländern kippten bis Sonntagabend vielfach Bäume auf Straßen oder in Stromleitungen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz.

Das Sturmtief „Eberhard“ verlagerte sich im Verlauf des Sonntags Richtung Osten. Ab dem späten Sonntagabend drohten nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes (DWD) starke bis schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde über die Lausitz hinweg zu ziehen. Gebietsweise wurde sogar vor Orkanböen bis 120 km/h gewarnt.

„Eberhard“ erinnere an das Sturmtief „Friederike“, das im Januar 2018 in der Region schwere Schäden angerichtet hatte. Das Tief sei etwa gleich stark, habe eine ähnliche Ausdehnung und Zugbahn, sagte DWD-Meteorologe Thomas Hain. Bereits am Samstag hatte der DWD Unwetterwarnungen wegen des Sturmtiefs „Dragi“ herausgegeben. Dieses hatte am Samstagabend örtlich begrenzt für heftige Gewitter gesorgt, was für die Jahreszeit laut Hain eher ungewöhnlich ist.

Starke Winde hatten bereits Spuren am höchsten Gebäude von Finsterwalde (Ebe-Elster) hinterlassen. Am Samstag ist die Wasserturmspitze dann komplett abgebrochen und hing gefährlich herunter. ⇥mit dpa

 Einsatzkräfte der Feuerwehr sägen am Sonntag in Köln eine Straße frei.  Foto: Federico Gambarini
Einsatzkräfte der Feuerwehr sägen am Sonntag in Köln eine Straße frei. Foto: Federico Gambarini FOTO: dpa / Federico Gambarini