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| 02:40 Uhr

Dunkle Stoffe, nackte Haut

Modepräsentation Lena Hoschek während der Berlin Fashion Week am Dienstag.
Modepräsentation Lena Hoschek während der Berlin Fashion Week am Dienstag. FOTO: dpa
Berlin. So könnte der nächste Winter aussehen: Auf der Fashion Week in Berlin präsentieren Designer ihre Kollektionen für die kalte Jahreszeit. Zum Start waren einige Kleider aber so dünn, dass man durchschauen konnte. dpa/pb

Pelze und ein nackter Po: Mit gedeckten Farben hat am Dienstag die Fashion Week in Berlin begonnen. Den Anfang machte der serbische Designer Sasa Kovacevic mit seinem Modelabel Sadak. Er schickte die Models in militärisch inspirierten Kreationen über den Laufsteg. Bei den Farben dominierten Brauntöne, Grün und Schwarz. Häufig wurden die schweren Stoffe mit schwarzem, durchsichtigen Tüll gebrochen. Bei dem einzigen weiblichen Model war dadurch die Brust deutlich zu sehen. Und die Männer zeigten Bein.

Durchsichtig ging es auch bei der österreichischen Designerin Lena Hoschek zu, die ihre Damenkollektion für Herbst und Winter auf dem Laufsteg am Brandenburger Tor präsentierte. Ein Model trug ein so transparentes Spitzenkleid, dass nicht nur die Brust, sondern auch der Po durchschimmerte. Ansonsten ging es bei dem Label eher bequem zu: Einige Models liefen in Gummistiefeln über den braunen Kuschelteppich auf dem Laufsteg. Wie bei Sadak dominierten Grün- und Brauntöne. Neben floralen Mustern kam bei der romantisch anmutenden Kollektion auch Pelz zum Einsatz.

Das Label Nobi Talai präsentierte sich indes einige Kilometer entfernt im altehrwürdigen Kronprinzenpalais. Die Stücke der in Teheran geborenen Designerin Nobi Talai sind inspiriert von der Lebensart der Nomaden. In ihrer aktuellen Kollektion waren unter anderem überlange Capes zu sehen. Die Farben hielt sie eher gedeckt und oft in Erdtönen.

Auf der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin zeigen die Designer bis Freitag ihre Stücke für den nächsten Herbst und Winter. 38 Marken kehren nach Angaben des Veranstalters zurück auf die Bühne - neun Designer geben ihr Debüt.

Mit von der Partie sind bei der Fashion Week auch die Modedesigner Harald Glööckler (50) und Guido Maria Kretschmer (50). Allerdings werden sie sich - sollten sie sich über den Weg laufen - wohl eher nicht herzen. "Er hat keinen Funken Glamour", sagte Glööckler jetzt dem Magazin "Closer" über seinen Kollegen. Kretschmer hatte vor Kurzem eine eigene Tapetenkollektion herausgebracht - was ihm Glööckler bis dahin voraus gehabt hatte. "Ich glaube kaum, dass seine Tapeten so glamourös sind wie meine", sagte Glööckler. Auf den Kollegen angesprochen, sagte Kretschmer ("Shopping Queen") ebenfalls wenig Schmeichelhaftes: "Ich denke eben nicht, dass ich die Reinkarnation eines Königs bin."