| 02:39 Uhr

Dschungelcamp im Turbo-Modus – bissig und banal

Coolangatta. Das Dschungelcamp hat ein neues Level erreicht. Ja, die Abläufe und Rituale sind bei der elften Ausgabe von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" bekannt. dpa/mar

Doch dann zünden die zwölf Dschungelkronen-Anwärter den Turbo und feuern schon am Auftaktwochenende all die Extras ab, die das Publikum sonst zwei Wochen lang bei Laune halten: Beichten über einschneidende Erlebnisse, Hungerwahn und Diskussionen über Geschlechtsteile. Bei einigen scheinen sogar noch vor dem Start die Nerven derart blank zu liegen, dass Psychologiestudenten genug Stoff für drei Semester hätten. Die Zuschauer müssen sich fragen: Was kann da noch kommen?

Der Reihe nach: Die düsteren Geständnisse aus ihrer Vergangenheit über Suizidversuche (Ex-Neue-Deutsche-Welle-Sängerin Franziska "Fräulein" Menke (56) und Jens Büchner (47) aus der Auswanderer-Reihe "Goodbye Deutschland") sowie exzessiven Alkohol- und Drogenmissbrauch (Schauspieler Markus Majowski (52) und It-Boy, Sänger und Designer Florian Wess (36)) schleudern die Kandidaten mehr so nebenbei heraus. Überhaupt scheint Majowski des Wahnsinns fette Beute zu sein. Er ruft gleich mal zum Streik auf, weil er das Trinkwasser als zu dreckig und gesundheitsgefährdend empfindet. Das Zirpen von Zikaden hält er als einziger für Feueralarm. Ernster scheint es um TV-Maklerin Hanka Rackwitz bestellt zu sein. Seit 20 Jahren lebe sie 90 Prozent des Tages in Angst, sagt die 47-Jährige. Anfassen darf sie am besten niemand.