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Dienstbeginn für „Burgenbloggerin“ auf Burg Sooneck

Niederheimbach. Ab Freitag bloggt Jessica Schober von Burg Sooneck bei Bingen über das Mittelrheintal. Vor Ideen sprüht sie schon vor dem Umzug ins Weltkulturerbe. (dpa)

Die Münchnerin Jessica Schober tritt am Freitag ihren Dienst als „Burgenbloggerin“ an. Im romantischen Mittelrheintal will sie hinter die Kulissen blicken: Ein halbes Jahr wird sie auf Burg Sooneck nördlich von Bingen leben und über ihre Erlebnisse in dem Weltkulturerbe bloggen. „Die Menschen im Mittelrheintal sind die Hauptdarsteller“, sagte die 27-Jährige vor ihrem Umzug der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Ideen schwirren ihr schon vor Dienstbeginn im Kopf. Sie wolle etwa die Nachbarn kennenlernen, vielleicht ein Liebespaar finden, das der Rhein trenne - oder ergründen, wieso der letzte Bäcker am Fuße der Burg in Niederheimbach schließen musste. Als Burgfräulein sieht sich Schober dabei nicht. Vielmehr wolle sie die Gegend jenseits des romantischen Images kennenlernen. „Ich glaube, die Leute, die dort leben, haben einen ganz eigenen Blick auf ihre Heimat“, sagte sie.

Der Burgenblogger ist ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und der „Rhein-Zeitung“. Schober hatte sich beim Auswahlverfahren gegen mehr als 700 Bewerber durchgesetzt. Die Agentur zahlt pro Monat 2000 Euro. Ziel ist es, mit einem unvoreingenommenem Blick von außen neue Visionen für die Region zu entwickeln. Diese hat zwar viele alte Gemäuer und eine beeindruckende Natur, leidet aber auch unter Bahnlärm, Raumnot sowie Bevölkerungsschwund.