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| 14:10 Uhr

Unwetter
Überflutungen in Sachsen – zu wenig Regen im Norden

Wassermassen überfluten nach starken Regenfällen Straßen in Adorf im Vogtland. -
Wassermassen überfluten nach starken Regenfällen Straßen in Adorf im Vogtland. - FOTO: dpa / Bernd März
Plauen/Rendsburg/Schwerin. Deutschland leidet unter Wetterextremen. Brandenburgs Pflanzen dürsten nach Wasser.

Während in Norddeutschland weiterhin der Regen fehlt, kämpfen die Menschen im sächsischen Vogtland mit den Folgen eines schweren Unwetters. Am Donnerstag hatten heftige Niederschläge die Region heimgesucht – Straßen wurden überspült und Keller liefen voll. Einige Menschen wurden leicht verletzt, wie die Feuerwehr berichtete.

Am Freitagmorgen fielen die Pegelstände im Vogtland zwar wieder. Aufgrund des noch erwarteten örtlichen Starkregens werde sich der Rückgang aber verzögern, teilte das Landeshochwasserzentrum mit. Die Niederschläge sollten aber weniger heftig werden als zuvor, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Leipzig.

Auch im angrenzenden Tschechien traten nach starkem Regen einige Bäche über die Ufer, wie die Agentur CTK berichtete. Keller wurden auch dort überflutet und die Kanalisation beschädigt. Im Westen des Landes wurden zahlreiche Straßen überschwemmt.

Ganz anders sieht die Lage derzeit in Mecklenburg-Vorpommern aus. Dort schafft das andauernd warme Wetter Probleme. In einigen Gebieten gebe es bereits Trockenheitsschäden an den Pflanzen, sagte eine Sprecherin des Landesbauernverbandes. Betroffen seien vor allem Weizen, Gerste und Raps. „Die Pflanzen brauchen jetzt Wasser, damit es nicht zu größeren Schäden kommt.“

Auch in Brandenburg und Schleswig-Holstein ist das Wetter für viele Bauern zu trocken. Entsprechend wünschen die Landwirte sich jetzt Regen – allerdings nicht auf einen derart heftigen wie im Vogtland, meint der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer in Schleswig-Holstein: Man hoffe „auf geordneten Niederschlag, keinen extremen“.

(dpa)