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| 02:39 Uhr

Das letzte Tabu zwischen Paaren

Berühmte Trennungsgeschichten Auf die feine Art Schluss zu machen, ist nicht jedermanns Sache. Es gibt weltberühmte historische Beispiele für rabiate, ja geradezu blutrünstige Trennungen. dpa/ik dpa/ik dpa/ik

Man denke nur an den englischen König Heinrich VIII., der zwei seiner Gattinnen, denen er nicht mehr wohlgesonnen war, kurzerhand aufs Schafott schickte. Auch der römische Kaiser Nero war nicht gerade zimperlich. Seine Frau starb, nachdem er sie in den Bauch getreten hatte. Nicht alle Liebesgeschichten, die Jennifer Wright in ihrem Buch versammelt, endeten tödlich, doch viele Melodramen sind dabei. Jennifer Wright: Kill your darling. Suhrkamp Verlag, 351 Seiten, 10 Euro

Zwischen Liebe und Literatur

Sie galten als romantischstes Liebespaar ihrer Zeit: Die Schriftstellerin George Sand und der Dichter Alfred de Musset. Doch eine Reise nach Venedig 1833 endete im Desaster. Die handfeste Emanzipierte und der dandyhafte Schönling passten nicht zusammen. Später verarbeiteten beide ihre missglückte Romanze literarisch. Auch andere "Schreibende Paare", die Tania Schlie in ihrem schönen Buch vorstellt, harmonierten im Alltag nicht so gut wie erhofft. Zum Beispiel Ernest Hemingway und seine dritte Ehefrau, die Journalistin und Kriegsreporterin Martha Gellhorn. Sein Machotum vertrug sich nicht mit ihrem Selbstbewusstsein und Unabhängigkeitsstreben. Am Ende hasste sie ihn regelrecht. Das Buch stellt Autorenpaare vor, die nur für kurze Zeit zueinander fanden als auch solche, die eine lebenslange Beziehung führten. Tania Schlie: Schreibende Paare. Thiele Verlag, 240 Seiten, 25 Euro

Das letzte Tabu zwischen Paaren

Paare sprechen heutzutage über alles. Nur ein letztes Tabu bleibt: das liebe Geld. Warum eigentlich? Vermutlich weil viele denken, Gespräche um schnödes Geld zerstörten die romantische Liebe. Doch dieses Tabu hat gravierende Konsequenzen. Denn Konflikte ums Geld gehören zu den häufigsten Trennungsgründen. Dabei ließen sich nach Ansicht des Autors und Paarberaters Michael Mary viele Streitereien vermeiden, wenn Paare von Anfang an einen offenen, pragmatischen und nüchternen Umgang zum Thema Geld pflegten. In seinem Buch "Liebes Geld" gibt Mary auf Grundlage sehr vieler Paargespräche konkrete Handlungsanweisungen. Der Ratschlag, eine Beziehung immer vom Ende her zu denken, ist vielleicht nicht populär, aber vor allem in Gelddingen unbedingt empfehlenswert.

Michael Mary: Liebes Geld. Piper Verlag, 272 Seiten, 20 Euro