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"Costa"-Kapitän Schettino bleibt vorerst frei

Florenz. "Costa Concordia"-Unglückskapitän Francesco Schettino bleibt trotz seiner Verurteilung zunächst weiter auf freiem Fuß. Ein Gericht in Florenz lehnte am Dienstag den Antrag der Staatsanwaltschaft auf sofortige Haft wegen Fluchtgefahr ab, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. dpa/pb

Schettino war im Februar wegen des Schiffsunglücks im Januar 2012 mit 32 Toten vor der italienischen Insel Giglio zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch ist noch nicht rechtskräftig. Schettinos Anwälte haben Berufung eingelegt, weshalb er bis zu einem endgültigen Schuldspruch frei bleiben könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits vor dem Urteil gegen Schettino Haft beantragt, das hatte das Gericht in Grosseto jedoch abgelehnt. Die Anklage reichte deshalb den erneuten Antrag vor dem Gericht in Florenz ein und hatte ihn mit Fluchtgefahr begründet. Nun bliebe ihr noch der Gang vor Italiens höchstes Gericht in Rom.