ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:33 Uhr

Wintersturm
„Burglind“ trifft die Lausitz

Die Lausitz wurde von Burglind getroffen, allerdings kamen bisher alle eher glimpflich davon.
Die Lausitz wurde von Burglind getroffen, allerdings kamen bisher alle eher glimpflich davon. FOTO: Karl-Josef Hildenbrand / dpa
Calau/Eilenburg. Der erste Wintersturm des Jahres - „Burglind“ hat am Mittwochnachmittag die Lausitz erreicht. Auswirkungen hat es auf einige wichtige Zugstrecken des RE 10 zwischen Leipzig und Cottbus und bei der RB 24 zwischen Calau und Altdöbern sowie Lübbenau und Calau gegeben. Von Rüdiger Hofmann

Wegen eines umgestürzten Baumes war am Mittwochabend die Strecke Lübbenau - Calau gesperrt. Infolge der Umleitung der Züge der RB24 über Cottbus kam es zu Verspätungen und teilweise Ausfällen zwischen Eberswalde und Senftenberg.

Wie die Deutsche Bahn mitteilt, war zuvor am Nachmittag ebenfalls wegen eines umgestürzten Baumes die Zugstrecke zwischen Calau und Altdöbern gesperrt gewesen. Die Halte Altdöbern und Luckaitztal entfielen, zusätzlich haben die Züge in Finsterwalde gehalten. Infolge der Umleitung der Züge der Regionalbahn 24 über Finsterwalde kam es zu Verspätungen und Ausfällen in beiden Richtungen. Detaillierte Informationen zu den aktuellen Verspätungen und Zugausfällen erhalten Betroffene unter www.bahn.de beziehungsweise www.bahn.de/liveauskunft, mit dem DB Navigator oder der Streckenagent-App.

Außerdem war den gesamten Nachmittag über der Bahnverkehr zwischen Eilenburg und Leipzig gestört. Die Linien S 4 und RE 10 waren dabei betroffen. Zwischen Eilenburg und dem Leipziger Hauptbahnhof wurde ein Busnotverkehr eingerichtet.

Die Deutsche Bahn hat inzwischen ihr Personal verstärkt, um auf Sturmschäden und Zugplanänderungen zu reagieren. Bei gefährlichen Wetterlagen sind Temporeduzierungen bis hin zur Einstellung des Verkehrs möglich. An Bahnhöfen sind zusätzliche Servicekräfte im Einsatz. Außerdem stehen Reparaturtrupps und -fahrzeuge bereit, um Schäden an Oberleitungen zu beseitigen.

Auch in Berlin und Brandenburg gab es Sturmausläufer. Bis Mittwochmittag waren die Auswirkungen in der Region allerdings nur vereinzelt spürbar gewesen. Im Berliner Bezirk Neukölln sorgte ein umgestürzter Baum für einen Feuerwehreinsatz. Der Baum krachte in der Lahnstraße auf ein Auto, wie die Feuerwehr mitteilte. Verletzt wurde niemand. Die Meteorologen warnen noch bis in die Nacht hinein mit weiteren Sturmböen.

Seinen Namen verdankt das Sturmtief "Burglind" im übrigen einer Berlinerin. Sie habe sich die Wetterpatenschaft für das zweite Tiefdruckgebiet dieses Jahres selbst geschenkt, sagte eine Mitarbeiterin des Instituts für Meteorologie der Freien Universität (FU) Berlin am Mittwoch.