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Bundesländer gehen zunehmend gegen Hells-Angels-Symbole vor

Frankfurt/Hamburg (dpa). Die Hells Angels müssen in Deutschland immer häufiger mit Anzeigen rechnen, wenn sie ihren Schriftzug oder den geflügelten Totenkopf in der Öffentlichkeit tragen. Die meisten Bundesländer gehen inzwischen strafrechtlich gegen das Zeigen dieser Zeichen vor, wie eine -Umfrage ergab. dpa

Dabei stützen sie sich auch auf ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamburg vom April.

Zwichen den einzelnen Bundesländern gibt es aber erhebliche Unterschiede: So hat Nordrhein-Westfalen das Tragen der Symbole von insgesamt acht Rockergruppen verboten. Die Polizei in Niedersachsen ermittelt nicht nur bei öffentlich gezeigten Hells-Angels-Symbolen, sondern auch bei Tätowierungen. Und Hessen prüft derzeit noch die Rechtslage.

Das OLG Hamburg hatte am 7. April in einem Revisionsverfahren die Verurteilung eines Mitglieds der Hells Angels wegen des öffentlichen Verwendens von Kennzeichen eines verbotenen Vereins bestätigt. Der Mann hatte eine Jeansweste getragen, auf deren Rückseite unter anderem ein stilisierter weißer Totenkopf mit Engelsflügeln und ein Aufnäher mit dem rot-weißen Schriftzug Hells Angels zu sehen waren.

Diese Symbole sind nach Einschätzung des OLG identisch mit den Kennzeichen des ersten deutschen Hells-Angels-Ortsvereins, der 1983 vom Bundesinnenministerium verboten worden war.