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Bolivien sieht zweiten "Oskar Schindler"

El Alto. Der aus Deutschland stammende Unternehmer Moritz Hochschild soll während des Nationalsozialismus bis zu 10 000 Juden mit falschen Pässen und Schiffspassagen nach Bolivien geholt haben. Nach dem Auftauchen Hunderter Dokumente, die von der Unesco jüngst zum historischen Erbe erklärt worden sind, gibt es aber noch viele Fragezeichen. dpa/sm

Für den Direktor des nationalen Minenarchivs in El Alto, Edgar Ramírez, ist Hochschild ein "Oskar Schindler Boliviens". Hochschild, selbst Jude, wanderte mit knapp 30 Jahren nach Südamerika aus und wurde in Bolivien einer der einflussreichsten Minenbesitzer.