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| 09:18 Uhr

BMW-Fahrer sind arrogant, Spießer fahren Mercedes
Studie zu Image von Automarken

Ein Mann poliert die Kühlerhaube eines Mercedes vor einer Autopräsentation. Eine Erhebung der Unternehmensberatung Progenium zeigt, welches Image Automarken haben und welcher Menschentyp dementsprechend hinterm Steuer erwartet wird. Mercedesfahrer sind demnach reich, arrogant, unsportlich und wenig umweltbewusst.
Ein Mann poliert die Kühlerhaube eines Mercedes vor einer Autopräsentation. Eine Erhebung der Unternehmensberatung Progenium zeigt, welches Image Automarken haben und welcher Menschentyp dementsprechend hinterm Steuer erwartet wird. Mercedesfahrer sind demnach reich, arrogant, unsportlich und wenig umweltbewusst. FOTO: dpa / Laurent Dubrule
Stuttgart. Überwiegend männlich, 40 Jahre alt, meist mittlere berufliche Position und 2900 Euro netto Monatseinkommen - so stellen sich die Menschen in Deutschland einer Studie zufolge den durchschnittlichen Autofahrer vor.

Je nachdem, um welche Marke es geht, erwarten die Befragten jedoch sehr unterschiedliche Typen am Steuer, zeigt die Erhebung der Unternehmensberatung Progenium. Mit der Realität müssen sich die Ergebnisse aber nicht decken. Eine Übersicht über das Image von Autofahrern:

AUDI

Audis werden von Männern gefahren - und zwar mit übergroßer Mehrheit. Attraktiv und sportlich sind diese Männer zwar, aber keine echten Premium-Typen. Einkommen, Beruf: eher im Mittelfeld. Und einigermaßen arrogant sind sie laut der Studie.

BMW

Wobei: So arrogant wie BMW-Fahrer sind sie dann auch wieder nicht. Die sind außerdem noch weniger umweltbewusst, den Audi-Fahrern ansonsten aber sehr ähnlich. Nur jünger. Und schlanker. Und sportlicher. Etwas weniger Geld haben sie allerdings auch.

DACIA

Hier spielt Geld keine Rolle. Keiner verdient weniger als die Menschen hinterm Dacia-Steuer. Deshalb sind die auch so ausgesprochen bescheiden - ansonsten hingegen ziemlich durchschnittlich.

FERRARI

Bescheiden - kein Wort aus dem Wortschatz des Ferrari-Fahrers. So arrogant wie er ist keiner. Er, wohlgemerkt. Frauen fahren eher keinen Ferrari. Etwas älter, extrem hohes Einkommen, hohe berufliche Position, schlank und sportlich, aber keinen Sinn für die Umwelt.

FIAT

Fröhliche Frauen fahren Fiat - und ein paar Männer auch. Sie sind irre bescheiden, recht jung und weltoffen. Aber keinem Menschen im Fiat wird eine hohe berufliche Position zugebilligt. Das merkt man dann auch am Geld: Das Einkommen ist fast so niedrig wie das des Dacia-Fahrers.

FORD

Der Ford hingegen ist wieder eher ein Männer-Auto. Die mittelalten, mittelerfolgreichen Fahrer sind eher unattraktiv und unsportlich, dafür aber sehr bescheiden. Und ansonsten ziemlich durchschnittlich.

HYUNDAI

Apropos durchschnittlich: Wer Hyundai fährt, ist höchstens unattraktiver und unsportlicher als der Rest, fällt ansonsten jedoch nicht groß auf. Einkommen und berufliche Position fallen gegenüber dem Durchschnitt allerdings stark ab.

JAGUAR

Jaguar fahren ist eine sehr ernste Sache. Das machen - wie bei Ferrari - auch fast ausschließlich Männer mit viel Geld. Sie sind beruflich erfolgreich, etwas älter und überwiegend arrogant. Und die Umwelt ist ihnen egal.

MERCEDES

Deutschlands Spießer fahren einen Mercedes. Sie sind arrogant, ernst, unsportlich und nicht umweltbewusst - und positive Eigenschaften haben sie eigentlich nicht. Immerhin besitzen sie mehr Geld als die meisten anderen.

MINI

Frauen-Auto durch und durch. Viel Geld hat die meist recht junge Mini-Fahrerin zwar nicht, dafür ist sie weltoffen, attraktiv, sportlich und außerdem extrem schlank und fröhlich.

OPEL

Viel Geld hat auch der Opel-Fahrer nicht. Allerdings ist er auch eher nicht attraktiv und nicht sportlich, zudem spießiger und ernster als der Durchschnitt. Aber bescheiden.

PEUGEOT

Die französische Marke ist - wenn auch knapp - mehrheitlich etwas für Frauen, die sehr bescheiden sind und verglichen mit dem Rest eher wenig Geld verdienen. Ansonsten fallen Peugeot-Besitzer nicht so wirklich auf.

PORSCHE

Was man vom überaus männlichen Porsche-Fahrer natürlich nicht sagen kann. Großes Einkommen, großer beruflicher Erfolg - und Platz zwei im Arroganten-Ranking hinter Ferrari. Schlank und sportlich ist er, aber die Umwelt interessiert ihn nicht.

RENAULT

Wenn er sich schon zwischen dem einen Franzosen und dem anderen entscheiden soll, nimmt der Mann eher den Renault. Ansonsten kein großer Unterschied zu Peugeot - höchstens ein bisschen älter und noch etwas bescheidener.

SEAT

Auch hier sitzen Jüngere am Steuer - und eher Frauen. Die sind vor allem fröhlich, schlank und bescheiden, ihr Einkommen liegt eher am unteren Ende der Skala.

SMART

Etwas weniger Mini ist Smart. Meist steigt auch hier eine Frau mit mittlerem beruflichem Status ein. Auch sie ist jung, hat eher nicht so viel Geld, ist weltoffen, schlank und fröhlich. Alles also wie beim Mini, aber nicht ganz so ausgeprägt.

TESLA

Ein Auto für Männer mit gutem Einkommen und beruflichem Erfolg. Der Tesla-Fahrer ist umweltbewusst, außerdem schlank und sportlich, allerdings auch einigermaßen arrogant.

TOYOTA

Der bescheidene, fröhliche Mann fährt Toyota. Er ist typischerweise umweltbewusst und weltoffen, verdient allerdings nicht so viel und ist in mittleren beruflichen Positionen unterwegs.

VOLKSWAGEN

Max Mustermann fährt VW. Bisschen spießiger als der Rest ist er, dafür auch ein bisschen bescheidener. Ansonsten ist der VW-Fahrer ein ziemlicher Durchschnittstyp, der aber etwas unterdurchschnittlich verdient.

VOLVO

Der ernste, etwas ältere und nicht ganz so attraktive und sportliche Mann fährt Volvo. Er ist meist umweltbewusst, bekleidet mittlere Positionen im Beruf und verdient exakt den Durchschnitt.

Notizblock

Progenium hat für die Studie im April und Mai 2018 insgesamt 2013 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger über 18 Jahre telefonisch befragt. Die Frage lautete: „Wie schätzen Sie den typischen Fahrer der Marke XY ein?“ Dazu wurden dann für 20 verschiedene Automarken die Fahrerprofile anhand von diversen Attributen und Merkmalen abgefragt.

(dpa)