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| 09:37 Uhr

Attacke auf Obdachlose in Berlin
„Bestialischer Mordversuch“

Berlin. Nach dem Brandanschlag auf zwei Obdachlose am Bahnhof Schöneweide befinden sich die beiden Opfer noch auf der Intensivstation. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen.

Nach dem Brandanschlag auf zwei Obdachlose in Berlin-Schöneweide hat Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) im „Inforadio“ vor einer zunehmenden Verrohung der Gesellschaft gewarnt. Zugleich warb die Politikerin in dem Interview für mehr Mitmenschlichkeit und bezeichnete die Attacke als „bestialischen Mordversuch“.Die zwei obdachlosen Männer waren am Sonntagabend auf dem Bahnhofsvorplatz in Schöneweide von einem bislang unbekannten Täter mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und angezündet worden. Sie erlitten lebensgefährliche Verletzungen. Nach dem Täter wird noch gesucht, das Motiv war noch unklar.

Am Montagabend gedachten rund 150 Menschen der beiden Opfer. Sie beteiligen sich am Tatort an einer Mahnwache, die sich gegen „Obdachlosenfeindlichkeit und Ausgrenzung“ richtete. Am Tatort stand ein Schild mit der Aufschrift „Trauer - Wut - Solidarität“. Menschen legten Blumen und Kerzen nieder.

(dpa)